Der Limburger Dom mit dem Bischofshaus auf dem Domberg (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Teil des Diözesanmuseums Tebartz-Wohnung in Limburg ist jetzt öffentlich zugänglich

Der ehemalige Limburger Bischof Tebartz-van Elst trat im März 2014 wegen der Kostenexplosion beim Umbau des Bishofshauses zurück. Jetzt ist seine Wohnung Teil des Museums auf dem Domberg.

Die Wohnung des früheren Limburger Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst im Bischofshaus wurde der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der Bischof Dr. Georg Bätzing hat es als Teil des Museums am Dienstagabend eröffnet. Ab Mittwoch wird im Erdgeschoss der ehemaligen Wohnung, die jetzt Teil des benachbarten Diözesanmuseums ist, eine Ausstellung zur fast 200-jährigen Bistumsgeschichte gezeigt.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
19:30 Uhr
Sender
SWR Fernsehen RP

Schlagzeilenträchtiges Badezimmer ist jetzt Lagerraum

Auch die Kapelle ist nun über das Museum zugänglich. Das Untergeschoss der Wohnung, in dem sich das schlagzeilenträchtige Badezimmer befindet, wird als nicht öffentlicher Lagerraum genutzt. Der Wohnbereich erstreckt sich auf zwei Etagen und umfasst insgesamt 283 Quadratmeter.

Eingang zum Bischofssitz in Limburg  (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)
Eingang zum Bischofssitz in Limburg Picture Alliance

Wohnzimmer als Fläche für Sonderausstellungen

Laut Bistum wurden Teile der Wohnung seit November 2017 umfunktioniert. Im Bücherregal des früheren Arbeitszimmers stehen nun 130 Ausstellungsstücke. Das ehemalige Wohnzimmer werde vor allem für Sonderausstellungen genutzt. Aktuell stünden dort Skulpturen und eine neapolitanische Krippe aus dem 18. Jahrhundert. Der Umbau mit Erneuerung der Sicherheitstechnik, Überdachung des Außenbereichs und einem Geländer kostete 225.000 Euro.

Journalisten konnten sich im Februar 2015 das schlagzeilenträchtige Badezimmer ansehen, jetzt wird es als Lagerraum genutzt, so das Bistum (Archivbild) (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)
Journalisten konnten sich im Februar 2015 das schlagzeilenträchtige Badezimmer ansehen, jetzt wird es als Lagerraum genutzt, so das Bistum (Archivbild) Picture Alliance

Rücktritt nach Kostenexplosion

Tebartz-van Elst war im März 2014 als Bischof von Limburg zurückgetreten. Vorangegangen war der Skandal um die Verschleierung der Kosten für seinen rund 31 Millionen Euro teuren Dienst- und Wohnsitz auf dem Domberg. Seit März 2015 ist der Bischof im Vatikan im Päpstlichen Rat zur Förderung der Neuevangelisierung tätig.

Das leere Schlafzimmer der Privatwohnung des früheren Bischofs Tebartz-van Elst, aufgenommen am 20.02.2015 im Bischofshaus in Limburg  (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)
Das leere Schlafzimmer der Privatwohnung des früheren Bischofs Tebartz-van Elst, aufgenommen am 20.02.2015 im Bischofshaus in Limburg Picture Alliance

Neue Ausstellung zu Katharina Kasper

Mit der Museumseröffnung startet auch eine neue Ausstellung des Diözesanmuseums unter dem Motto "Katharina Kasper und die Armut im Westerwald".

Das 1905 gegründete Diözesanmuseum mit Schatzkammer widmet sich der Geschichte des 1827 gegründeten Bistums Limburg und der religiösen Überlieferung in diesem Gebiet seit dem Frühmittelalter. Sammlungsschwerpunkte sind Goldschmiedekunst, Skulpturen des Spätmittelalters und Barocks, liturgische Textilien und Reliquienbehältnisse.

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