Firmenschilder tragen die Namen der zur Dernbacher Gruppe Katharina Kasper gehörenden Unternehmen (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Insolvente Krankenhausgesellschaft findet Investor Alexianer steigen bei ViaSalus ein

Die insolvente Krankenhausgesellschaft ViaSalus mit Sitz in Dernbach im Westerwald hat einen Investor gefunden. Für das Krankenhaus in Zell soll es offenbar weitergehen.

Nach Angaben von ViaSalus steigt die katholische Alexianer Gesellschaft aus Münster in Westfalen als Investor ein. Das Unternehmen beteilige sich mit zunächst zehn Prozent am Unternehmen und stelle zusätzlich Gelder zur Verfügung, um die Schulden zu begleichen, heißt es von einem ViaSalus-Sprecher.

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Die Alexianer sind nach Angaben von ViaSalus der ideale Partner für die angeschlagene Krankenhausgesellschaft. Die Gruppe habe rund 15.000 Mitarbeiter, betreibe zahlreiche Einrichtungen im Sozial- und Gesundheitsbereich und habe einen Jahresumsatz von einer Milliarde Euro.

Für Zeller Krankenhaus soll es weitergehen

Auch für die Klinik in Zell an der Mosel gibt es gute Nachrichten: Sie soll weitergeführt werden. Der Standort in Frankfurt wird verkauft. ViaSalus rechnet damit, die Insolvenz zum 31. Juli beenden zu können.

Wochenlang hatten sich Krankenschwestern, Pfleger, Techniker und Verwaltungsmitarbeiter an den Krankehaus-Standorten in Zell und Dernbach große Sorgen um ihre Jobs gemacht. Im April wurden im Herz-Jesu-Krankenhaus in Dernbach bereits 28 und im Klinikum Mittelmosel in Zell 26 Mitarbeiter entlassen. Die Betroffene konnten bis zum 1. Mai in eine Transfergesellschaft wechseln. Hier sollen sie sechs Monate lang 80 Prozent ihres Nettogehaltes erhalten.

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Nachdem jetzt ein Investor gefunden wurde, scheint klar zu sein, dass alle ViaSalus-Standorte in Rheinland-Pfalz erhalten bleiben.

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