Bienen auf einer Wabe voller Honig (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Patrick Pleul/zb/dpa)

Imkerumfrage in Rheinland-Pfalz Weniger Frühjahrs-Honig wegen des schlechten Wetters

Die Imker in Rheinland-Pfalz haben in diesem Frühjahr deutlich weniger Honig geerntet als im Vorjahr. Für die nächste Ernte besteht aber noch Hoffnung.

Im Schnitt brachte jedes abgeerntete Bienenvolk in der Frühtracht 15,2 Kilo Honig ein und damit mehr als ein Viertel weniger als vor einem Jahr, da waren es 21,2 Kilo. Das ergab eine Umfrage des Mayener Fachzentrums Bienen und Imkerei in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Imkerbund. 857 Imker aus Rheinland-Pfalz hatten daran teilgenommen.

Jeder Fünfte Imker ließ Honig im Bienenstock

Die Ernte sei "sehr schlecht" ausgefallen, sagte Jochen Dörr vom Imkerverband Rheinland-Pfalz. Zudem verzichtete jeder Fünfte Imker auf die Ernte, weil er nur einen geringen Ertrag erwartete. So blieb der Honig im Bienenstock. Vor einem Jahr war das noch anders, da hatten fast alle geerntet.

Fachzentrumschef Christoph Otten begründete die Einbußen mit dem Wetter. "Es war kalt und regnerisch, weswegen viele Pflanzen sich nicht so gut entwickelt haben und weniger Nektar hatten." Zudem seien die Bienen weniger umhergeflogen als bei schönem Wetter.

Experte rechnet mit guter Honig-Gesamternte

Ob die Imker wegen knapper Bestände ihre Preise auf Wochenmärkten und anderswo anheben, ist noch unklar - Branchenexperte Otten geht nicht davon aus. Für das Gesamtjahr ist er durchaus optimistisch: Nach der Frühtracht läuft noch die Sommertracht-Ernte, hier sieht es besser aus. "Vielerorts war es sonnig und warm, die Bienen waren sehr aktiv." Daher sei davon auszugehen, dass die Gesamternte in diesem Jahr gar nicht so schlecht ausfallen werde.

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