Das Katapult war eine antike Kriegswaffe, die gespannt werden muss - mit Bällen zielt man auf die Zielscheiben (Foto: SWR)

Eröffnung am Sonntag auf der Festung Ehrenbreitstein Hightech der Römer - Mitmach-Ausstellung in Koblenz

Aquädukte, Fußbodenheizung, Lastkräne - noch heute kennen wir Errungenschaften aus der Römerzeit: Eine neue Ausstellung in Koblenz zeigt jetzt, wie Hightech in der Antike funktionierte.

Hightech und Römer - das ist kein Widerspruch: Denn die alten Römer hatten schon vor 2.000 Jahren beeindruckende Technik, ganz ohne Computer, Motoren oder Strom. Noch heute kann man etwa ihre Aquädukte sehen, die großen Überland-Wasserleitungen, mit denen die Römer frisches Wasser aus dem Umland in ihre Städte geleitet haben. Oder Reste ihrer luxuriösen Thermen sehen, die schon damals eine Fußbodenheizung hatten. Daneben gab es spektakuläre Leistungen in der Architektur, dem Straßenbau oder Waffensystemen fürs Militär.

Fotos von der neuen Mitmachausstellung in Koblenz Wieviel Römer steckt in Dir?

Die blauen Bälle werden über die archimedische Schraube zum Aquädukt dahinter transportiert.  (Foto: Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz)
Die blauen Bälle werden über die archimedische Schraube zum Aquädukt dahinter transportiert. Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz Bild in Detailansicht öffnen
Die Galeleeren waren geruderte Kriegsschiffe - man kann sich selbst reinsetzen und ausprobieren, wie anstrengend das war. Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz Bild in Detailansicht öffnen
Messen und Wiegen in der Antike - wie hat das funktioniert? Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz Bild in Detailansicht öffnen
Das Katapult war eine antike Kriegswaffe, die gespannt werden muss - mit Bällen zielt man auf die Zielscheiben. Bild in Detailansicht öffnen
Auch Erwachsenen macht es Spaß, die Erfindungen der römischen Antike auszuprobieren. Bild in Detailansicht öffnen

Die Familien-Mitmachausstellung, die am Sonntag auf der Festung Ehrenbreitstein in Koblenz eröffnet wurde, zeigt die genialen Erfindungen der römischen Antike. In klassischen Vitrinen liegen Fundstücke aus der Römerzeit, die die Archäologen am Mittelrhein ausgegraben haben. Etwa ein Stück einer Wasserleitung oder ein unscheinbarer Steinbrocken, der sich als echter Römerbeton entpuppt und 2.000 Jahre überdauert hat.

Nicht nur ansehen, sondern mitmachen

Daneben können die Besucher an 33 Mitmachstationen selbst aktiv werden - und unter anderem ausprobieren, wie die Römer ihre Städte planten oder Brücken bauten. Wie sie gerechnet haben, und was bei ihnen auf die Teller kam. Denn die Besucher sollen sie die Ausstellung nicht nur ansehen, sondern selbst mitmachen und ausprobieren.  

Die Ausstellung will so römische Technik auf eine völlig neue Weise vermitteln und ihre Bedeutung für die Gegenwart bewusst machen, heißt es von der Generaldirektion Kulturelles Erbe. Sie hat dafür mit dem LandesMuseum Bonn und Museen aus den Niederlanden und Belgien zusammen gearbeitet.

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