Totenmaske von Friedrich Wilhelm Raiffeisen (Foto: SWR)

Museum renoviert und umgestaltet Wiedereröffnung des Raiffeisenmuseums in Hamm

Das Raiffeisenmuseum in Hamm an der Sieg öffnet wieder seine Türen für Besucher. Es wurde in den letzten Monaten grundlegend saniert.

Eigentlich hatten die Betreiber des Museums gehofft, pünktlich zum Beginn der Feierlichkeiten im Raiffeisenjahr 2018 fertig zu sein mit dem Umbau. Doch dann verzögerten sich die Arbeiten um mehrere Monate, sodass das Museum im Gedenkjahr an den Genossenschaftsgründer größtenteils geschlossen bleiben musste. Jetzt können wieder Besuchergruppen durch das Geburtshaus des Genossenschaftsgründers Friedrich Wilhelm Raiffeisen geführt werden.

Altes Fachwerkhaus auf Anhöhe (Foto: SWR)
Das Deutsche Raiffeisenmuseum gewährt dem Besucher einen Einblick in Leben und Werk des größten Sohnes von Hamm: Friedrich Wilhelm Raiffeisen.

Während der Umbauphase bekam das Museum ein neues Konzept und unter anderem auch einen Fahrstuhl. Auf die Besucher warten viele neue Highlights: Es gibt unter anderem einzelne Gegenstände von Raiffeisen zu sehen, beispielsweise seine Totenmaske und eine seiner Brillen. Hauptsächlich geht es aber um die Idee, die er hinterlassen hat - die der Genosschenschaften. Dazu gibt es viele große Schaubilder an der Wand, Erklärtafeln und Videos. Die Betreiber hoffen mit dem neuen Konzept auch jüngere Besucher ansprechen zu können.

Frau schaut auf Wand mit Ausstellungsstücken (Foto: SWR)
Den Besuchern stehen 30 Audio-Guides in deutsch, englisch, französisch, spanisch und japanisch zur Verfügung, die die Gäste durch das Museum begleiten.

Warum hat die Renovierung so lange gedauert?

Ein großes Problem war offenbar der Fachkräftemangel in den beauftragten Firmen. Diese hatten für manche Spezialaufträge kein Personal und das über Wochen. Dass das Museum erst jetzt wiedereröffnen konnte, hat auch die Betreiber getroffen. Dennoch freuen sie sich jetzt nach eigenen Angaben auf den Neustart des Museums.

Dauer

Rund 1.500 Menschen aus vielen verschiedenen Ländern - zum Beispiel Indien oder Japan - haben das Museum trotz Umbauphase besichtigt. Der Genossenschaftsgedanke ist weit verbreitet, sodass öfter auch Besuchergruppen aus fernden Ländern extra anreisen. Jetzt mit dem neuen Konzept hoffen die Betreiber diesen Leuten auch entsprechend etwas bieten zu können.

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