Eine trächtige Kuh im Morgenlicht auf einer Weide (Foto: dpa Bildfunk, Ingo Wagner)

Gericht gibt Landwirten recht Kreis Ahrweiler muss Tiertransporte zulassen

Der Kreis Ahrweiler darf Landwirte nicht daran hindern, trächtige Rinder in den Iran zu liefern. Das hat das Oberverwaltungsgericht in Koblenz entschieden. Veterinäre des Kreises hatten sich wegen Tierschutzbedenken geweigert, die Transporte freizugeben.

Die Tierärzte stellten den Landwirten die benötigten Unterlagen für den Export der Rinder nicht aus. Dagegen klagten die Mitglieder der Rinderzuchtgenossenschaft und bekam jetzt recht. Das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz hat die Verwaltung des Kreises Ahrweiler verpflichtet, die Tiere der Genossenschaftsbauern zu untersuchen und Atteste auszustellen. Nur mit diesen Unterlagen dürfen die Rinder vom Hof zur Sammelstelle in einem anderen Landkreis gebracht werden.

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Veterinäre kritisieren Verstöße gegen Tieschutz

Nach Angaben des Kreises sollen die Tierärzte bei der Untersuchung Probleme beim Tierschutz im Iran nicht berücksichtigen. Die Veterinäre des Kreises befürchten unter anderem, dass die trächtigen Rinder im Iran voraussichtlich nicht mit ausreichend Wasser und Futter versorgt werden. Außerdem seien sie Hitze und Kälte auf den tagelangen Transporten ausgesetzt. Bei Recherchen des ARD-Polit-Magazins Report Mainz hat sich bestätigt, dass die Bedenken der Ärzte durchaus berechtigt sind.

Tierärzte im Kreis Ahrweiler stehen nicht alleine da

Seit Anfang des Jahres haben mehrere Amtstierärzte in ganz Deutschland Kritik an Transporten geäußert - vor allem von Rindern in Länder außerhalb der EU. Veterinäre aus verschiedenen Landkreisen haben sich geweigert, Tiertransporte abzufertigen. Sie begründeten dies damit, dass Tierrechtsorganisationen auf den Transportrouten in Staaten außerhalb der EU seit Jahren Verstöße gegen den Tierschutz dokumentieren.

In der Folge haben mehrere Bundesländer, unter anderem Schleswig-Holstein, Hessen und Bayern einen vorübergehenden Exportstopp für Rinder in einige Nicht-EU-Staaten verhängt. Aktuell werden Transporte in sogenannte Drittstaaten noch in Niedersachsen, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Rheinland-Pfalz freigegeben.

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