Bitcoin auf einer Computertastatur (Foto: Imago, xblickwinkel McPHOTO M.xGannx)

Festnahme im Raum Koblenz Millionenbetrug mit Kryptowährung aufgedeckt

Das Amtsgericht Koblenz hat gegen einen Mann aus dem Raum Koblenz wegen Computerbetrugs in mehr als 300 Fällen Haftbefehl erlassen. Die Generalstaatsanwaltschaft ermittelt schon ein Jahr in diesem Fall.

Den Ermittlungen der Landeszentralstelle Cybercrime (LZC) der Generalstaatsanwaltschaft Koblenz zufolge soll der 35-jährige Mann einen Programmfehler auf einer US-Plattform für Kryptowährung ausgenutzt haben. Durch diesen Fehler habe der 35-Jährige sein von ihm eingesetztes Geld innerhalb kürzester Zeit unberechtigt vermehren können, heißt es von der Generalstaatsanwaltschaft. Das soll er in mehr als 300 Fällen wiederholt haben. Insgesamt habe sich der Mann auf diese Weise rund 4,5 Millionen Euro erschwindelt.

Bargeld und Datenträger beschlagnahmt

Am Mittwoch hatten Beamte die Wohnung des Beschuldigten im Raum Koblenz durchsucht und hatten mehr als 40.000 Euro Bargeld sowie kryptografische Zahlungsmittel im Wert von rund 180.000 Euro beschlagnahmt. Zusätzlich seien bei der Durchsuchung Dokumente gefunden worden, die auf Geldtransfers ins Ausland hindeuteten. Die Auswertung der Unterlagen und des Datenmaterials dauere noch an.

Beschuldigter schweigt zu Vorwürfen

Der Mann soll das Geld unter anderem für ein Luxusauto und wertvolle Unterhaltungselektronik ausgegeben haben. Weil Fluchtgefahr bestehe, sei der Mann festgenommen worden. Zu den Vorwürfen hat er sich in den ersten Vernehmungen nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft nicht geäußert.

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