Die Raupen des Eichenprozessionsspinners an einem Baum auf dem Schulhof der Grundschule in Ransbach-Baumbach.  (Foto: SWR)

Experte entfernt gefährliche Raupen an Grundschule Eichenprozessionsspinner an Schule in Ransbach-Baumbach

Sie sind klein, haarig und gefährlich: Jetzt gab es Alarm wegen des Eichenprozessionsspinners an einer Grundschule in Ransbach-Baumbach. Der Kampf gegen die Raupe ist mühsame Handarbeit.

Daniel Wirges weiß, was gegen den Eichenprozessionsspinner zu tun ist. Vor seinem Einsatz an der Astrid-Lindgren-Grundschule in Ransbach-Baumbach holt er sein Fernglas raus, stellt sich unter die befallene Eiche auf dem Schulhof und sucht in der Baumkrone nach den Gespinsten der Raupe. Und davon gibt es mehr als genug.

Mühsame Handarbeit an Grundschule in Ransbach-Baumbach Fotos vom Einsatz gegen den Eichenprozessionsspinner

Eichenprozessionsspinner sollten von Fachleuten wie Daniel Wirges beseitigt werden. Sie scannen den ganzen Baum mit einem Fernglas und suchen nach den gefährlichen Raupen.  (Foto: SWR)
Eichenprozessionsspinner sollten von Fachleuten wie Daniel Wirges beseitigt werden. Sie scannen den ganzen Baum mit einem Fernglas und suchen nach den gefährlichen Raupen. Bild in Detailansicht öffnen
Die Raupen des Eichenprozessionsspinners an einem Baum auf dem Schulhof der Grundschule in Ransbach-Baumbach. Bild in Detailansicht öffnen
Daniel Wirges muss sich selbst vor seinem Einsatz gegen den Eichenprozessionsspinner schützen - er arbeitet in einer speziellen Schutzkleidung und einer Atemmaske. Bild in Detailansicht öffnen
Das Entfernen der Raupen an der Grundschule in Ransbach-Baumbach ist mühsame Handarbeit. Bild in Detailansicht öffnen
Der Arm des Hausmeisters an der Grundschule in Ransbach-Baumbach ist mit Pusteln übersät, nachdem er Äste unter dem mit Eichenprozessionsspinnern befallenen Baum mit der Hand aufgesammelt hatte. Bild in Detailansicht öffnen
An der Grundschule in Ransbach-Baumbach war vorsichtshalber ein Teil des Schulhofes gesperrt worden. Bild in Detailansicht öffnen
Die Kinder durften an der Astrid-Lindgren-Grundschule in Ransbach-Baumbach solange nicht auf dem Schulhof spielen, bis die Raupen entfernt worden waren. Bild in Detailansicht öffnen

Die Raupen schädigen die Bäume, weil sie die Blätter fressen. Sie sind aber auch für Menschen gefährlich: Wer in Kontakt mit ihren kleinen Gifthärchen kommt, kann danach unter Juckreiz, Atemnot oder einem Hautausschlag leiden.

Einsatz nur in voller Schutz-Montur

Vor seinem Einsatz muss sich Daniel Wirges selbst schützen: Er zieht einen speziellen Schutzanzug an, eine Atemmaske und Handschuhe. Das sei ein Muss für diese Arbeit, sagt er. Dann klettert er hoch in die Baumkrone und besprüht die Raupennester mit einem Schädlingsbekämpfungsmittel.

"Es ist eigentlich ein kleiner, harmloser Schmetterling, nur seine Raupe, das ist die böse Tante."

Daniel Wirges, Experte für Eichenprozessionsspinner

Nach ein paar Minuten kann er die klebrigen Nester ganz einfach aus dem Baum holen und in einen Pastikbeutel packen. In jedem der spinnwebenartigen Gespinste an der Baumrinde sind etwa 40 der gefährlichen Raupen.

Dauer

Raupen des Eichenprozessionsspinners sind Sondermüll

Dieser Beutel wird später als Sondermüll verbrannt. Der Schulhof der Grundschule in Ransbach-Baumbach ist wieder sicher. Und Daniel Wirges macht sich auf den Weg zu seinem nächsten Einsatz im Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner.

STAND