Rheinland-pfälzischer FDP-Politiker tot Ex-Wirtschaftsminister Bauckhage gestorben

Der frühere rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Hans-Artur Bauckhage ist tot. Das hat FDP-Landeschef Wissing mitgeteilt. Bauckhage wurde 75 Jahre alt.

Dauer

Der FDP-Politiker war von 1999 bis 2006 stellvertretender Ministerpräsident in Rheinland-Pfalz sowie Minister für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau.

Bauckhage war erst seit 1996 Berufspolitiker, zuvor arbeitete er als Bäckermeister in seinem Geburtsort Daaden im Westerwald. Als Vorstandssprecher des 1. FC Kaiserslautern musste er 2008 nach öffentlicher Kritik zurücktreten, zuletzt leitete er den Verein zur Förderung des Behindertensports in Rheinland-Pfalz.

Bauckhage habe sich in den Dienst der Gesellschaft gestellt und sei über Jahrzehnte unermüdlich für liberale Politik eingetreten, schrieben der FDP-Landesvorsitzende Volker Wissing und der Ehrenvorsitzende der Partei, Rainer Brüderle. Die Partei haben ihm viel zu verdanken.

Dreyer würdigt Bauckhage

Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) sagte, das Land habe Bauckhage viel zu verdanken. "Er war nicht nur ein erfolgreicher Minister. Hans-Artur Bauckhage war auch ein ganz besonderer Mensch und wunderbarer Kollege", sagte Dreyer. Bauckhage habe sich immer den Menschen im Lande verpflichtet gefühlt und sei in seiner Heimat fest verwurzelt gewesen. "Er hinterlässt eine große Lücke."

SPD-Landtags-Fraktionschef Alexander Schweitzer würdigte Bauckhage als lebensklugen, erfahrenen und humorvollen Kollegen.

Anerkennung von Seiten der CDU

Die CDU-Landesvorsitzende Julia Klöckner bezeichnete Bauckhage als "bodenständig, den Menschen zugewandt, unabhängig und unangepasst". Bauckhage habe die Probleme der kleinen und mittleren Unternehmer aus eigener Erfahrung gekannt. "Und er war auch bei den größeren Unternehmen im Land ein geschätzter Gesprächspartner, weil er ein 'Typ' mit Ecken und Kanten war."

CDU-Fraktionschef Christian Baldauf nannte Bauckhage einen "Kämpfer mit liberalen Prinzipien", der sich um das Land verdient gemacht habe. Er habe Bauckhage in der parlamentarischen Auseinandersetzung immer sehr geschätzt und sei persönlich traurig, dass der FDP-Politiker "nicht mehr unter uns ist".

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