Fassade des Koblenzer Ausländeramtes (Foto: SWR)

Ex-Mitarbeiter vor Gericht Anklage wegen Bestechung im Ausländeramt Koblenz

Für das Bewilligen von Anträgen soll ein ehemaliger Mitarbeiter der Ausländerbehörde Geld gefordert oder angenommen haben. Zudem ist er wegen Veruntreuung in 180 Fällen angeklagt.

Bei den Bestechungsfällen habe es sich nicht nur UM Asylanträge gehandelt, sondern es profitierten auch ausländische Studierende und Menschen, die zur ärztlichen Behandlung nach Deutschland kommen wollten. Das teilte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft mit.

In 180 Fällen habe der Mann zudem Verwaltungsgebühren veruntreut und so insgesamt 43.500 Euro verdient. Außerdem habe er geplant, aufenthaltsrechtliche Papiere zu fälschen. Dafür hatte er bereits Vordrucke für amtliche Ausweise besorgt, sagte die Sprecherin.

Verdacht auch gegen zwei andere Mitarbeiter

Schon seit vergangenem Oktober sitzt der Mann in Untersuchungshaft. Vor Gericht muss er sich unter anderem wegen gewerbsmäßiger Bestechlichkeit und gewerbsmäßiger Untreue verantworten. Der Termin der Hauptverhandlung steht noch nicht fest.

Gegen zwei andere Mitarbeiter besteht der Anfangsverdacht der Bestechlichkeit. Sie befinden sich nicht in Untersuchungshaft.

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