Ermittlungen nach Attacke am Wochenende laufen Angriff auf Polizisten in Hauroth

Als Polizisten in dem Eifelort Hauroth einen betrunkenen Autofahrer festnehmen wollten, sollen ihm seine Kumpel zu Hilfe gekommen sein. Offenbar wurden bei dem Angriff sechs Beamte verletzt.

Wie der "Cochemer Wochenspiegel" berichtet, soll es am Wochenende zu einer gewaltsamen Attacke auf sechs Polizisten gekommen sein. Die Koblenzer Staatsanwaltschaft bestätigte den Angriff auf die Polizisten, nannte aber noch keine weiteren Einzelheiten, etwa die konkrete Zahl der verletzten Beamten. Die Kripo Mayen versucht jetzt, den genauen Hergang zu klären.

Nach Angaben von Gerhard Jung von der Gewerkschaft der Polizei geht es den verletzten Beamten inzwischen wieder besser. Fünf sollen bei dem Angriff leichter verletzt worden sein. Ein sechster musste im Krankenhaus behandelt werden. Der Polizei-Gewerkschafter sagte dem SWR, es müsse bei solchen Einsätzen sofort mehr Personal eingesetzt werden.

Dauer

Zwei Streifenbeamte wollten in der Nacht zum Sonntag anscheinend bei einer Routinekontrolle einen offenbar betrunkenen Autofahrer überprüfen, der in Schlangenlinien in der Nähe des Eifelortes Hauroth unterwegs war. Doch der Fahrer flüchtete.

Polizisten in Hauroth forderten Verstärkung an

Später soll er seinen Wagen verlassen haben und auf eine Hütte am Ortsrand zu gerannt sein. Dort soll er vorher mit Bekannten gefeiert haben. Als die Polizisten ihn dort festnahmen, sollen etwa zehn Personen die Beamten aggressiv angegangen sein und gefordert haben, den Festgenommenen wieder frei zu lassen.

Beamter soll Schuss abgegeben haben

Die beiden Beamten sollen daraufhin in ihren Streifenwagen geflüchtet sein und Verstärkung angefordert haben. Danach seien zehn weitere Polizisten nach Hauroth gekommen, um die Personalien der Männer festzustellen. Diese sollen sich aber geweigert haben, und stattdessen die Beamten mit Flaschen und Fäusten angegriffen und verletzt haben. Schließlich sei die Lage so eskaliert, dass einer der Beamten einen Warnschuss abgegeben habe, heißt es im "Cochemer Wochenspiegel". Erst als die Polizisten von weiteren Kräften aus allen umliegenden Dienststellen verstärkt wurden, habe man die Personalien der Männer aufnehmen können.

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