Wildhase sitzt im Feld (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Erkrankte Tiere gefunden Kreis Mayen-Koblenz warnt vor Hasenpest

Bei zwei Feldhasen aus dem Jagdbezirk Koblenz-Güls ist die sogenannte Hasenpest nachgewiesen worden. Auch Menschen können sich anstecken. Deshalb rät der Kreis zur Vorsicht.

Die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz bittet Spaziergänger und Wanderer, auf keinen Fall tote oder krank wirkende Hasen und Wildkaninchen anzufassen. Die Tiere könnten an der Hasenpest erkrankt sein. Betroffene Tiere zeigen nach Angaben der Veterinärbehörde in der Regel kein typisches Fluchtverhalten, sondern lassen Menschen scheinbar ohne Scheu an sich herankommen.

Grippeähnliche Symptome beim Menschen

Wer die erkrankten Tiere aber anfasse, könne sich über offene Wunden, Schleimhäute, die Bindehaut der Augen oder durch Einatmen von erregerhaltigem Staub anstecken. Dann könnten ähnliche Symptome wie bei einer Grippe auftreten: Fieber, Abgeschlagenheit, manchmal auch Übelkeit und Durchfall.

Ein Wildkaninchen sitzt auf einer Wiese (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)
Auch Wildkaninchen können sich mit der Hasenpest infizieren. Picture Alliance

Gute Heilungschancen bei sofortiger Behandlung

Die Heilungschancen stehen nach Angaben des Landesuntersuchungsamtes sehr gut, wenn die Krankheit frühzeitig diagnostiziert und mit Antibiotika behandelt wird. Nach Kontakt und ersten Anzeichen sollte man deshalb umgehend einen Arzt aufsuchen. Wird die Krankheit nicht behandelt, kann sie für Menschen bedrohlich werden. Nach Einschätzung des Robert Koch-Institut sterben in solchen Fällen mehr als ein Drittel der Patienten.

Auffällige Tiere beim Veterinäramt melden

In Rheinland-Pfalz haben sich nach Angaben des Landesuntersuchungsamtes seit 2014 16 Menschen mit den Erregern der Hasenpest infiziert. In den vergangenen Jahren war es laut der Kreisverwaltung immer wieder zu einzelnen Krankheitsfällen bei Hasen gekommen, zuletzt 2017. Außer der Reihe bejagt werden Hasen und Wildkaninchen nun aber nicht. Spaziergänger sollten auch ihre Hunde fernhalten und auffällige Tiere dem Veterinäramt der Kreisverwaltung melden.

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