Ein Seismograph zeichnet ein Erdbeben auf - wie jetzt rund um Koblenz (Foto: picture-alliance / Reportdienste)

Erdstöße im Kreis Mayen-Koblenz Wieder Erdbeben bei Kobern-Gondorf

In der Region Koblenz hat es am Dienstagmorgen erneut ein leichtes Erdbeben gegeben. Nach Angaben des Landesamtes für Geologie und Bergbau hatte das Beben eine Stärke von 2,5.

Das Epizentrum lag wieder bei Kobern-Gondorf. Bereits am Montag hatte hier die Erde leicht gebebt, ebenfalls gegen kurz vor halb sechs am Morgen. Das Erdbeben am Montag hatte eine Stärke von 2,8 auf der Richterskala. Schäden wurden bei den beiden Erdbeben nicht gemeldet.

Zwei Beben dieser Art nicht ungewöhlich

Erdbebenexperte Georg Wieber vom Geologischen Landesamt sagte, zwei Erdbeben hintereinander seien nicht ungewöhnlich. Solche Beben wie diese würden oft kurz hintereinander auftreten - als Folge vom ersten Beben und den dadurch entstandenen Spannungsänderungen im Erdinneren.

Tektonische Beben, keine magmatischen

Am Montag war das Epizentrum in Kobern-Gondorf in 8 km Tiefe, am Dienstagmorgen lag es bei Ochtendung. Wie tief, konnte Georg Wieber noch nicht sagen. Eines ist aber sicher: Es handelt sich nicht um magmatische Beben, bei denen glühende Lava hochsteigt. Diese bilden sich erst in 30 km Tiefe. Es handelt sich um tektonische Beben, bei denen sich Erdschollen verschieben.

Fußgängerzone mit Fachwerkhäusern (Foto: SWR)
Die Menschen in Kobern-Gondorf sind nicht überrascht, dass ihr Bett mal wieder wackelt.

Tektonische Beben sind in der Region Koblenz nichts Neues, sie kommen häufiger vor. Der Landeserdbebendienst hat im Raum Ochtendung seit 2001 über 14 tektonische Beben mit Manituden über 2,5 gemessen.

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