Ortsgemeinderat von Emmerzhausen hat entschieden Kombiniertes Konzept für Stegskopf-Gelände

Der Ortsgemeinderat von Emmerzhausen hat über die künftige Nutzung des Lagers auf dem früheren Truppenübungsplatz Stegskopf entschieden. Zwei Konzepte sollen miteinander vereint werden.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
19:30 Uhr
Sender
SWR Fernsehen RP

Viele Bürger verfolgten die Sitzung im Bürgerhaus von Emmerzhausen. Die zuvor diskutierten Konzepte eines Logistikzentrums und eines Sport- und Freizeitzentrums sollen miteinander verzahnt werden.

Der größere Teil des Geländes soll für ein Logistikzentrum sowie einige regionale Gewerbebetriebe, der kleinere Teil für Sport, Tourismus und Freizeit genutzt werden. Der Bürgermeister von Emmerzhausen, Heinz Dücker (SPD), sagte dem SWR, dass er sich gefreut hat, dass der Gemeinderat einstimmig für die Verzahnung gestimmt habe.

In Emmerzhausen und in den umliegenden Orten wurden die beiden Konzepte zuvor mehrfach in Infoveranstaltungen heftig diskutiert.

Viele neue Arbeitsplätze durch Logistikzentrum?

Im Fall des Logistiklagers sollen nach Angaben des Investors etwa 1.300 neue Arbeitsplätze entstehen. Es würde zudem die Gewerbesteuereinnahmen in Emmerzhausen erhöhen, die der kleine Ort dringend braucht.

Das Gewerbe-, Sport- und Freizeitzentrum soll die Region attraktiver zu machen. Unter anderem mit Ferienhäusern, Reitsportzentrum und Gastronomie.

Naturschützer gegen beide Konzepte

Naturschützer haben bereits Bedenken gegen beide Konzepte geäußert. Sie wollen eventuell dagegen klagen.

Haus mit Schild im Vordergrund (Foto: SWR)
Von Ende Oktober 2015 bis Ende April 2016 wurde der Stegskopf als Flüchtlingsunterkunft genutzt.
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