Eine Gruppe Friedensaktivisten protestiert mit zahlreichen bunten Transparenten und Fahnen vor dem Fliegerhorst Büchel gegen Atomwaffen. (Foto: SWR)

Mahnwache vor dem Fliegerhorst Auftakt der Friedensproteste in Büchel

Friedensgruppen haben vor dem Fliegerhorst in Büchel in der Eifel wieder mit Dauerprotesten begonnen. Sie fordern den Abzug mutmaßlicher US-Atomwaffen von dem Bundeswehrstützpunkt.

Die Friedensaktivisten kritisieren außerdem, dass die 20 Atomwaffen, die in Büchel stationiert sein sollen, möglicherweise technisch aufgerüstet werden. Bis zum 9. August sind deshalb nach Angaben der Aktivisten wieder Mahnwachen, Gottesdienste, Musikveranstaltungen und Sitzblockaden rund um den Fliegerhorst geplant. Auch in diesem Jahr soll es einen Ostermarsch geben.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
18:00 Uhr
Sender
SWR Fernsehen RP

Mahnwache vor dem Haupttor

Zum Auftakt der Protestwochen gab es am Dienstagmittag eine Mahnwache vor dem Haupttor des Militärstützpunktes.

Friedensaktivisten demonstrieren seit Jahrzehnten für den Abzug der in Büchel vermuteten Atomwaffen. Mehrfach haben Demonstranten in den vergangenen Jahren den Zaun überwunden und die Landebahn blockiert. Erst am vergangenen Donnerstag hatte eine Friedensaktivistin aus Lüneburg freiwillig eine einwöchige Haftstrafe in der JVA Hildesheim angetreten.

Haftstrafe wegen Hausfriedensbruchs

Sie war wegen Hausfriedensbruchs auf dem Fliegerhorst Büchel ursprünglich zu einer Geldstrafe verurteilt worden, hatte diese jedoch nur zum Teil bezahlt. Den Rest der Strafe verbüßt sie als Freiheitsstrafe in Einzelhaft. Die junge Frau hatte 2016 zusammen mit anderen Aktivisten die Startbahn des Fliegerhorstes besetzt.

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