Die Schulbusse in der Verbandsgemeinde Kirchberg fahren wieder (Foto: SWR)

Nach wochenlangem Chaos Busse im Hunsrück fahren wieder

Die Kinder in der Verbandsgemeinde Kirchberg können wieder mit dem Bus in die Schule fahren. Nach der Insolvenz zweier Busunternehmen hatten zuvor die Eltern einspringen müssen.

"Die Busse fahren wieder", sagte eine Sprecherin des Rhein-Hunsrück-Kreises am Montagmorgen. Der neue Anbieter ist die Rhein-Eifel-Mosel GmbH aus Polch. Außerdem kommen Subunternehmer aus der Region zum Einsatz. Die Verträge mit den insolventen Vertragspartnern wurden nach Angaben von Landrat Marlon Bröhr (CDU) fristlos gekündigt.

Hintergrund der Misere war die Pleite von zwei Busfirmen, die die europaweite Ausschreibung für die Verbandsgemeinde Kirchberg gewonnen hatten. Bis zu 2.000 Kinder waren von den Ausfällen betroffen.

Eltern können aufatmen

Der private Bring-und-Abhol-Dienst der Eltern hat somit nach zwei Wochen ein Ende. Für einige Eltern war die Situation problematisch. Eine Mutter, deren zwei Söhne auf die Kooperative Gesamtschule Kirchberg gehen, berichtete zum Beispiel, dass sie dreimal zur Schule fahren musste, weil ihre Söhne zu unterschiedlichen Zeiten Schulschluss hatten.

Die entstehenden Auslagen für den Transport der Kinder können die Eltern beim Kreis geltend machen.

Landrat weist Vorwürfe zurück

Für das Buschaos wurde der Rhein-Hunsrück-Kreis heftig kritisiert. Das rheinland-pfälzische Bildungsministerium forderte eine schnelle Lösung für das "vom Kreis verursachte Problem".

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) warf den Verantwortlichen vor, ursprünglich einfach das billigste Busfirma-Angebot mit womöglich unzureichender Prüfung gewählt zu haben. Landrat Bröhr wies das zurück: "Wir sind beim europäischen Vergaberecht in einem sehr engen Korsett." Der Landkreis habe zusammen mit anderen Institutionen gar keine andere Wahl bei der Ausschreibung treffen können.

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