Die Anwohner am Mittelrhein fordern seit langem mehr Schutz vor Bahnlärm. (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

Bürger wollen weniger Bahnlärm am Mittelrhein

So eine groß angelegte Befragung gab es nach Angaben des Bürgernetzwerkes "Pro Rheintal" noch nie: 2.000 Anwohner haben aufgeschrieben, wie sehr sie unter dem Bahnlärm am Mittelrhein leiden.

Das Bürgernetzwerk "Pro Rheintal" stützt seine Forderungen nach mehr Lärmschutz auf die Ergebnisse einer groß angelegten Fragebogenaktion. Befragt wurden Anwohner, die vom Bahnlärm betroffen sind. Die vorläufigen Ergebnisse wurden am Dienstagabend in Boppard vorgestellt.

Bei der Befragung haben fast alle Anwohner angegeben, dass sie durch den Bahnlärm unter Schlafstörungen leiden. Jeder Dritte gab an, dass er den Bahnlärm als krank machend empfindet.

Dauer

2.000 ausgefüllte Fragebögen

Eine vergleichbare Erhebung hat es nach Angaben des Bürgernetzwerks bisher im Mittelrheintal noch nie gegeben. Insgesamt wurden 50.000 Fragebögen verteilt. 2.000 davon wurden ausgefüllt zurückgeschickt.

Wieder Forderung nach Tempolimit für Güterzüge

Das Bürgernetzwerk fordert jetzt erneut, dass es Geschwindigkeitsbegrenzungen für Güterzüge im Mittelrheintal geben soll und eine bessere technische Ausstattung. Jetzt will das Netzwerk nach eigenen Angaben die Bahn mit dem Ergebnis der Fragebogenaktion konfrontieren - und möglicherweise gegen das Bundesverkehrsministerium klagen, wenn sich nichts ändert.

STAND