Hände eines dunkelhäutigen Mann mit Handschellen  (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Henning Kaiser)

Bonner Staatsanwaltschaft bestätigt Urteil gegen Siegaue-Vergewaltiger rechtskräftig

Das Urteil gegen einen Mann, der vor zwei Jahren in den Bonner Siegauen eine Frau aus Freiburg vergewaltigt hatte, ist rechtswirksam. Der Bundesgerichtshof verwarf die eingelegte Revision.

Damit bleibt es für den Täter bei einer Haftstrafe von zehn Jahren wegen besonders schwerer Vergewaltigung. Dazu war der Mann im Oktober vergangenen Jahres vor dem Bonner Landgericht verurteilt worden.

Strafmaß wurde reduziert

Das Bonner Landgericht hatte das Strafmaß für den 32 Jahre alten Angeklagten etwas reduziert, weil dem Mann zugute gehalten wird, dass er in Deutschland zum ersten Mal straffällig geworden war.

Eine andere Kammer des Gerichts hatte den abgelehnten Asylbewerber aus Ghana für die Tat bereits zu elfeinhalb Jahren Haft verurteilt. Der Bundesgerichtshof (BGH) hob das Urteil jedoch teilweise auf. Zwar bestehe an der Schuld des Mannes kein Zweifel, wohl aber an seiner Schuldfähigkeit.

Opfer leiden unter Folgen

Der Ghanaer hatte im April 2017 ein junges Paar aus Freiburg überfallen, das in der Siegaue bei Bonn zeltete. Nachts schlitzte er das Zelt mit einer Astsäge auf und forderte zunächst Geld. Dann zwang er die Studentin nach draußen und verging sich an ihr.

Einige Tage später wurde der Mann festgenommen, DNA-Spuren überführten ihn eindeutig als Täter. Zu Beginn des Revisionsprozesses hatte der Richter persönliche Erklärungen der beiden Opfer verlesen. Darin berichteten sie von Angstzuständen und Panikattacken seit der Tat.

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