Baum ohne Blätter (Foto: picture-alliance / Reportdienste)

Landesgartenschau 2022 Baumfällungs-Pläne auf Ahr-Promenade sorgen für Streit

In Bad Neuenahr-Ahrweiler müssen zur Landesgartenschau 2022 auf der Ahr-Promenade voraussichtlich rund 200 Bäume gefällt werden. Anwohner und Naturschützer kritisieren die Pläne.

Die alten Bäume im Bereich der Ahr-Promenade seien unter anderem von Pilzen, Schädlingen und Bakterien befallen, sagte ein Sprecher der Landesgartenschau dem SWR. Deshalb müssten sie gefällt und durch 140 neue Bäume ersetzt werden. Bis November soll ein Gutachter untersuchen, welche Bäume betroffen sind.

Rodungen beginnen frühestens Ende 2019

Die Verantwortlichen der Landesgartenschau (Laga) gehen davon aus, dass die neue Allee dann auch "leichter zu pflegen" wäre. Der Stadtrat wird voraussichtlich im März über die neue Gestaltung der Alleen an der Ahr entscheiden. Nach Angaben der Laga-Geschätsführung sollen die Rodungsarbeiten frühestens Ende des Jahres beginnen.

Naturschützer "schockiert von Plänen"

Die Kreisgruppe Ahrweiler des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) kritisiert das geplante Fällen der alten Bäume: "Der Umfang ist schockierend", sagte ein Sprecher. Die Naturschützer befürchten, dass viele Vögel, Fledermäuse und Insekten ihren Lebensraum verlieren könnten.

Nach Ansicht des BUND haben die Laga-Planer nur wirtschaftliche und ästhetische Gründe für die Baumfällungen angeführt. Ökologische Aspekte seien nicht berücksichtigt worden. Bei der Gestaltung des Landesgartenschau-Geländes müssten diese Aspekte aber dringend mit einfließen, so die BUND-Forderung.

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