Männer in weißen Schutzanzügen fällen Bäume im Koblenzer Stadtteil Karthause (Foto: SWR)

Bäume wegen Trockenheit abgestorben Koblenz fällt rund 500 Bäume

Die Stadt Koblenz hat damit begonnen, im Stadtgebiet etwa 500 Bäume zu fällen. Die Trockenheit hat viele von ihnen geschwächt und anfällig für Krankheiten gemacht.

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18:00 Uhr
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SWR Fernsehen RP

Die rund 500 Bäume müssen nach Angaben des Koblenzer Grünflächenamtes zusätzlich gefällt werden. Normalerweise kämen jedes Jahr insgesamt etwa 400 Bäume weg, dieses Mal seien es aber etwa 900, sagt Stephan Dally vom Baummanagement der Stadt: "Bergahorn und Spitzahorn sind am häufigsten betroffen."

Bei den Ahornbäumen hätten sich auch besonders oft Infektionen durch Pilze ausgebreitet - die Rußrindenkrankheit habe viele Bäume abgetötet. Die abgestorbenen Bäume aber können gefährlich sein, etwa, wenn plötzlich Äste herabfallen.

Die ersten etwa 100 Bäume wurden seit Montagmorgen im Stadtteil Karthause gefällt, in einem Steilhang direkt am Fort Konstantin. Nach Informationen der Stadt können dort auch keine Bäume nachgepflanzt werden. Dafür sei es zu steil.

Straßen sind teilweise gesperrt

Für die Arbeiten müssen immer wieder Straßen gesperrt werden, bis vorraussichtlich Mittwoch ist die Simmerner Straße nur einspurig befahrbar.

Die Fällungen sind nötig, weil die Trockenheit der vergangenen Jahre den Koblenzer Stadtbäumen besonders stark zugesetzt hat. In einer Mitteilung des Grünflächenamtes heißt es: "Erschreckend viele Stadtbäume sind in diesem Jahr gar nicht oder nur kümmerlich wieder ausgetrieben." Die Bäume seien sehr stark geschwächt.

An den schwarzen Sporen ist die Rußrindenkrankheit deutlich zu erkennen. Sie hat viele Ahornbäume im Stadtgebiet befallen. Auch entlang des Rheinsteigs in Ehrenbreitsstein müssen viele Bäume gefällt werden. (Foto: Stadt Koblenz)
An den schwarzen Sporen ist die Rußrindenkrankheit deutlich zu erkennen. Sie hat vor allem Ahornbäume im Stadtgebiet befallen. Auch entlang des Rheinsteigs müssen viele Bäume gefällt werden. Stadt Koblenz

Große Schäden auch in Ehrenbreitstein

Stark betroffen sind demnach auch Bäume auf der neunten Etappe des Rheinsteigs. Der Abschnitt von der Festung Ehrenbreitstein bis nach Urbar sei so lange gesperrt, bis alle toten Bäume gefällt wurden. Erst danach könne dort wieder gewandert werden.

Jungbäume verlieren Blätter

Im bislang wieder sehr trockenen Sommer in diesem Jahr haben nach städtischen Angaben auch viele Jungbäume gelitten. Die hohen Temperaturen von mehr als 40 Grad und starke UV-Strahlungen hätten dazu geführt, dass ein Teil der neu gepflanzten Bäume die Blätter verloren haben.

Die Stadtgärtner zeigen sich aber zuversichtlich, dass sich die Jungbäume erholen und wieder austreiben. Deshalb müssten die Bäume auch weiterhin gewässert werden, heißt es.

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