Die jüdische Trauerhalle - "Taharahalle" genannt - auf dem Friedhof in Bad Ems mit einem Davidstern auf dem Zwiebeldach (Foto: Ev. Kirche/Dekanat Nassauer Land, Bernd-Christoph Matern)

"Tahara-Halle" soll ein Ort der Begegnung werden Jüdische Trauerhalle in Bad Ems wird saniert

Die Trauerhalle auf dem jüdischen Teil des Friedhofs in Bad Ems soll umfassend saniert werden. Das hat der Stadtrat Bad Ems beschlossen.

Die sogenannte “Tahara-Halle“ aus dem Ende des 19. Jahrhunderts diente nach Angaben der evangelischen Kirche im Nassauer Land bis in die 1960er Jahre der rituellen Reinigung von Verstorbenen vor der Bestattung. Den Angaben zufolge müssen Schäden am undichten Dach beseitigt werden.

Nach ersten Schätzungen kostet die Sanierung zwischen 30.000 und 40.000 Euro. An den Kosten wollen sich neben der Stadt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, die Bürgerstiftung, der Kreis und das Kultusministerium beteiligen.

Alle Beteiligten wollen die Trauerhalle zu einem Ort machen, an dem sich junge Menschen und Erwachsene intensiv mit unterschiedlichen Kulturen und Religionen auseinandersetzen können.

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