Der evakuierte ICE im Bahnhof Montabaur (Foto: Pressestelle, Bundespolizeiinspektion Trier)

Auf Strecke Frankfurt-Köln Rauch stoppt ICE in Montabaur - Passagiere wollen nicht aussteigen

Ein ICE hat am Donnerstagabend wegen Rauch im Triebwagen einen Notstopp in Montabaur einlegen müssen. Doch nicht alle Passagiere wollten aussteigen - weil sie von dem Vorfall nichts mitbekamen.

Der Zug war auf dem Weg von Frankfurt nach Köln. Der Lokführer stoppte laut Polizei den ICE in Montabaur, als er einen lauten Knall im Triebwagen gehört habe. Dann sei Rauch aus der Klimaanlage gekommen.

Einige Passagiere bekamen vom Vorfall nichts mit

Nach dem Halt in Montabaur mussten 65 Reisende den Zug verlassen. Einige hätten sich aber zunächst geweigert, auszusteigen, teilte die Polizei mit. Erst die Beamten hätten die Passagiere "davon überzeugt", doch den Zug zu verlassen. Allerdings hätten sie wohl nicht mitbekommen, dass eine Gefahr bestand, wie eine Polizeisprecherin am Freitagvormittag dem SWR sagte.

Niemand wurde durch den Rauch verletzt. Mit einem Ersatzzug konnten die Reisenden ihre Fahrt fortsetzen. Die Strecke war für etwa eine Stunde in beide Richtungen gesperrt.

Großfeuer in einem ICE 2018

Im Oktober hatte ein technischer Defekt einen Brand in einem ICE auf derselben Strecke ausgelöst. Die Flammen schlugen damals Meter hoch. 510 Passagiere mussten den Zug verlassen. Viel Glück hatten alle Beteiligten: Laut Polizei wurden damals nur fünf Menschen leicht verletzt.

STAND