Die Angeklagten stehen mit einem Transparent mit der Aufschrift "Atomwaffenn abschaffen" auf dem Fliegerhorst (Foto: Katja Tempel)

Atomwaffengegner am Amtsgericht Cochem Geldstrafe für Protest auf Fliegerhorst Büchel

Ende Juli blockierten Atomwaffengegner das Flugfeld auf dem Fliegerhorst in der Eifel, ein Tornado konnte nicht starten. Dafür hat das Amtsgericht Cochem sie am Mittwoch zu Geldstrafen verurteilt.

Die Aktivisten haben nach eigenen Angaben bereits Widerspruch gegen das Urteil des Amtsgerichts Cochem eingelegt. Die fünf Atomwaffengegner stritten im Prozess am Mittwoch nicht ab, dass sie am 23. Juli 2018 auf das Militärgelände eingedrangen. Sie schnitten dabei den Zaun durch und liefen dann auf das Rollfeld.

Die Angeklagten bei ihrer Aktion am 23. Juli auf dem Fliegerhorst in Büchel (Foto: Katja Tempel)
Die Angeklagten bei ihrer Aktion am 23. Juli auf dem Fliegerhorst in Büchel Katja Tempel

Dort sangen sie, musizierten mit Akkordeon und Flöte und verstreuten Blumensamen. Sie wollten so "die Startbahn für eine kurze Zeit in einen Ort des Lebens" verwandeln. Mit ihrer Aktion wollten die Angeklagten gegen die bis zu 20 US-amerikanischen Atomsprengköpfe protestieren, die auf dem Fliegerhorst Büchel gelagert sein sollen.

Diese Atomwaffengegner wurden vor dem Amtsgericht in Cochem zu einer Geldstrafe verurteilt (Foto: Katja Tempel)
Diese Atomwaffengegner wurden vor dem Amtsgericht in Cochem zu einer Geldstrafe verurteilt Katja Tempel

Anklage u. a. wegen Hausfriedensbruchs

Die Staatsanwaltschaft hatte die fünf Atomwaffengegner wegen Hausfriedensbruchs und Sachbeschädigung angeklagt. Sie verteidigten sich in dem Verfahren vor dem Amtsgericht in Cochem nicht, sondern nutzen das öffentliche Verfahren dafür, die Atomwaffenpolitik in der Bundesrepublik Deutschland anzuprangern.

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