Krankenhaus Altenkirchen (Foto: SWR)

Pläne für Krankenhaus-Fusion Standort für neues Krankenhaus im Westerwald gesucht

In zwei Wochen soll feststehen, welche Standorte für eine neue Klinik im Westerwald in Frage kommen. Der geplante Neubau soll die beiden Krankenhäuser in Hachenburg und Altenkirchen ersetzen.

Beide Krankenhäuser seien derzeit in den roten Zahlen, teilte das Deutsche Rote Kreuz mit, zu dem die Standorte gehören. Bei einer Diskussionsveranstaltung in Altenkirchen am Dienstagabend beklagten die Krankenhausverantwortlichen außerdem, dass es immer schwieriger werde, Personal zu finden. Es fehle an Ärzten und Pflegern.

Wo genau das neue Krankenhaus gebaut werden soll, ist offenbar noch nicht klar. Eine Firma sei mit einem Gutachten beauftragt worden. Das soll in zwei Wochen Klarheit über einen möglichen neuen Standort bringen.

Attraktiver Standort für junge Ärzte

Die DRK-Trägergesellschaft hofft, dass ein gemeinsames und größeres Krankenhaus auch Vorteile im Hinblick auf den Ärztemangel in der Region mit sich bringt. Denn junge Mediziner könnten nach dem Studium in der neuen Klinik als Assistenzärzte ausgebildet werden.

Das ist zurzeit nach Angaben des Trägers in Altenkirchen und Hachenburg nicht möglich, weil die Krankenhäuser zu klein sind. Dieses Angebot könnte den Westerwald für Ärzte attraktiver machen und so dem chronischen Mangel an Land- und Fachärzten entgegenwirken, so die Vorstellung des DRK.

Neubau soll zwischen 80 und 120 Millionen Euro kosten

Mitte Juni hatten die Verantwortlichen die 700 Mitarbeiter der Krankenhäuser über die geplante Fusion informiert. Betriebsbedingte Kündigungen schloss das DRK dabei aus. Der Neubau soll in fünf bis sechs Jahren fertig sein und nach einer ersten Schätzung zwischen 80 und 120 Millionen Euro kosten.

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