Marienhaus Klinikum im Kreis Ahrweiler (Foto: SWR)

Finanzielle Probleme im St.-Josef-Krankenhaus Marienhaus GmbH will Notarztdienst in Adenau einstellen

Die Marienhaus GmbH zieht sich voraussichtlich im kommenden Jahr aus dem Notarztdienst im St. Josef-Krankenhaus in Adenau zurück. Die Verantwortlichen suchen jetzt nach einem Ersatz.

Nach Angaben des Innenministeriums hat das der Krankenhausbetreiber der zuständigen Behörde für den Rettungsdienst mitgeteilt. Das Krankenhaus könne den Notarztdienst nicht mehr wie bisher bezuschussen, heißt von Seiten der Marienhaus GmbH: "Wir müssen eine Querfinanzierung von etwa 250.000 Euro pro Jahr quasi aus unserem Klinik-Geldbeutel übernehmen und das können wir dauerhaft einfach nicht gewährleisten, sagte der Kaufmännische Direktor Christoph Wagner im SWR-Interview.

Notärztliche Versorgung wohl weiter gewährleistet

Trotzdem solle die Region rund um den Nürburgring auch weiter notärztlich versorgt werden, sagte eine Sprecherin des Innenministeriums. Am kommenden Mittwoch soll es deshalb ein Treffen der Verantwortlichen in Mainz geben. Mit dabei sind unter anderem Vertreter der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz, als zuständige Behörde für den Rettungsdienst, mehrere Ärzte, der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Adenau und Vertreter der Krankenkassen.

Andere Dienstleister könnten einspringen

Bei dem Gespräch soll diskutiert werden, ob zum Beispiel ein anderer Dienstleister im kommenden Jahr die Notarztversorgung in Adenau übernehmen könnte - zum Beispiel das Deutsche Rote Kreuz. Dass andere Anbieter in der Region rund um den Nürburgring bei Rettungsfahrten einspringen, gab es auch schon in der Vergangenheit. Dann nämlich, wenn das Krankenhaus nicht genug Personal hatte, um alle Notfälle abzudecken.

Förderverein hat Unterstützung zugesichert

Bei einer möglichen Lösung spielt wahrscheinlich auch der Förderverein des Krankenhauses in Adenau eine wesentliche Rolle. Der Vorsitzende des Vereins kündigte an, bei Bedarf die Notarztversorgung weiterhin finanziell zu unterstützen.

Anfang des Monats hatte die Marienhaus GmbH auch mitgeteilt, dass die chirurgische Abteilung in dem Krankenhaus in Adenau unter anderem wegen Personalmangels Ende des Jahres geschlossen werden muss.

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