Ein Blick in den Kühlturm von oben - ein Laufband geht durchs Bild mit "Live-Ticker" (Foto: SWR)

Blog vom AKW-Gelände Der Abbruch des AKW-Kühlturms zum Nachlesen

Er war seit 40 Jahren ein Orientierungspunkt für die ganze Region, manche nannten den Kühlturm sogar "Wahrzeichen". Am Freitag ist er gefallen. Wir waren für Sie vor Ort in Mülheim-Kärlich und berichteten, was vor und hinter den Kulissen auf dem Atomkraftwerks-Gelände passiert ist.

+++ 16:35 Uhr: Auf Wiedersehen! +++

Das war der Live-Blog! Vielen Dank fürs Mitlesen.

+++ 16:25 Uhr: Einsturz besser gelaufen als gedacht +++

RWE ist mit dem Einsturz des Turms sehr zufrieden. Laut Projektleiter Day lief es "besser als gedacht". Das 20 Meter hohe Reststück sei anders als geplant beim Einsturz mit zerstört worden. Somit blieben weitere Einreißarbeiten aus. Die ferngesteuerten Bagger seien unversehrt - damit hatte man nicht gerechnet.

+++ 16:12 Uhr: Bauarbeiter reißen Reste ab +++

Laut RWE ist der Kühlturm - wie von den Ingenieuren geplant - nach innen eingestürzt. Vorgesehen war auch, dass am hinteren Teil des Turms noch ein kleiner Teil von etwa 20 Metern Höhe stehenbleibt. Die Bauarbeiter sind jetzt damit beschäftigt, diese Reste abzureißen. Heute Abend wolle man damit fertig sein.

+++ 16:02 Uhr: Höfken: "Eine neue Ära beginnt" +++

"Ich bin froh, dass eine neue Ära beginnt. Es ist das Ende einer risikoreichen und sehr teuren Atom-Technologie", sagte die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken (Grüne). Man müsse auch den Mitarbeitern großen Respekt zollen.

+++ 15:50 Uhr: Faszinierende Bilder von oben +++

Ein ungewohnter Anblick aus Mülheim-Kärlich: Arbeiter begutachten das Gelände und die ersten Bagger sind im Einsatz.

Der Kühlturm in Mülheim-Kärlich ist eingestürzt und übrigbleibt Schutt und Asche (Foto: SWR)
Nur noch Schutt und Asche

+++ 15:38 Uhr: Der Turm ist eingestürzt +++

Der Turm ist zusammengestürzt. Staubwolken machen sich über dem Gelände breit.

Turm des AKW Mülheim-Kärlich bricht zusammen (Foto: SWR)

+++ 15:33 Uhr: Turm soll gegen 16 Uhr einstürzen +++

Nach der neuesten Prognose soll der Kühlturm in der nächsten halben Stunde - voraussichtlich gegen 16 Uhr einstürzen. Der Kühlturm wird mit einer Lasertechnik überwacht.

+++ 15:26 Uhr: RWE: Alles im Plan +++

"Wir sind ganz gespannt, wie die Wirkung ist, wenn der Turm zusammenbricht", so RWE Sprecherin Dagmar Butz. "Die Informationen die das Monitoring-System geliefert hat, zeigen, dass es passieren wird, wie es geplant ist."

+++ 15:16 Uhr: Malu Dreyer vor Ort +++

Auch Malu Dreyer äußerte sich heute vor Ort: Es sei dem großen Einsatz von Bürgern, Kommunen, Umweltverbänden und der ersten SPD-geführten Landesregierung in Rheinland-Pfalz zu verdanken, dass der Schandfleck nun auch sichtbar verschwinde. Der Bau des Kernkraftwerks habe zig Milliarden gekostet. Der Rückbau koste weitere Milliarden, so Dreyer.

Malu Dreyer in Mülheim-Kärlich vor dem Einsturz des AKW-Kühlturms (Foto: SWR)

+++ 15:03 Uhr: Noch zwei Stützen +++

Laut Projektleiter Day werden jetzt zwei weitere Betonstützen gekappt, dann wird geschaut, ob der Turm in sich zusammenfällt.

Bei den Arbeiten sollen 22 Stützen des Kühlturms gekappt werden (Foto: SWR)
Bei den Arbeiten sollen 22 Stützen des Kühlturms gekappt werden

+++ 14:58 Uhr: Vom Einsturz bis zum Picknickkorb +++

Rund um den Kühlturm kommen immer mehr Menschen, um den Zusammenbruch zu sehen, dabei haben sie Decken und Picknickkörbe.

Camper vor dem AKW (Foto: SWR)
Einige Camper stehen mit ihren vier Wänden auf vier Rädern in der ersten Reihe - die Zuschauer machen es sich gemütlich, es kann losgehen.

+++ 14:44 Uhr: Finale Phase beginnt +++

Die Abrissarbeiten am Kühlturm gehen in die finale Phase. Projektleiter Olaf Day geht davon aus, dass der Turm in etwa zwischen 15:30 Uhr und 16:00 Uhr in sich zusammenbrechen wird. Nach einer kurzen Lagebesprechung sind die beiden Bagger jetzt wieder dabei die entscheidenden Betonstützen zu kappen.

+++ 14:34 Uhr: Warten auf den großen Moment +++

Das große Warten von allen Seiten

Zuschauer beim AKW-Einsturz (Foto: SWR)
Zuschauen statt arbeiten: Einige Arbeiter, die auf dem AKW-Gelände in der Nähe des Turms beschäftigt sind, haben sich die besten Plätze gesichert. Bild in Detailansicht öffnen
Etwa 20 Fotografinnen und Fotografen, Kameramänner und -frauen halten sich bereit, um den Moment des Einsturzes einzufangen. Bild in Detailansicht öffnen
My Klappstuhl is my Kinosessel: Hier hat man die beste Sicht von der anderen Rheinseite auf das Kühlturm-Spektakel. Bild in Detailansicht öffnen

+++ 13:45 Uhr: Der SWR berichtet Online, im Radio und Fernsehen

SWR Aktuell berichtet nicht nur Online über den Abriss des Kühlturms (im Livestream ab 14 Uhr), im SWR-Fernsehen sehen Sie ab 14:30 Uhr eine Sondersendung live vom AKW-Gelände. Heute Abend berichten wir in einem SWR Extra über den Tag in Mülheim-Kärlich (18:15 - 18:45 Uhr im SWR Fernsehen).

SWR-Hörfunk-Reporter Christian Giese-Kessler vor dem Kühlturm mit Mikrofon und Kopfhörer (Foto: SWR)
Seit den frühen Morgenstunden am Kühlturm im Einsatz: SWR-Radio-Reporter Christian Giese-Kessler

+++ 13:28: Uhr: Die bewegende Geschichte des AKW

Viele Infos zur unglaublichen Geschichte des AKWs in Mülheim Kärlich gibt es übrigens in unserer Chronologie. Nur so viel: Das Kraftwerk wurde von 1975 bis 1986 für etwa 3,5 Milliarden Euro gebaut. Es war danach aber nur 13 Monate am Netz, dann entzog ein Gericht die Betriebserlaubnis, weil Genehmigungen fehlten. Das AKW ging nach 1988 nie mehr an Netz, wurde aber noch 13 weitere Jahre gewartet und instand gehalten.

+++ 13:20 Uhr: Simulation des Einsturzes

Dauer

+++ 13:14 Uhr: Projektleiter Olaf Day: "Positiv aufgeregt"

Dauer

+++ 13:02 Uhr: Alles voll im Zeitplan

Es läuft offenbar bis jetzt alles nach Plan . Der Turm wankt noch nicht, aber die Arbeiten gehen nach RWE-Angaben schneller als gedacht voran. Der 60 Meter breite Koloss könnte also schon ab 15 Uhr fallen.

+++ 12:58 Uhr: Erste Stützen sind durchtrennt

Container AKW-Kühlturm (Foto: SWR)
Aus diesen roten Containern werden die Bagger ferngesteuert, die rund 22 der insgesamt 72 Stützen, auf denen der Kühlturm steht, durchschneiden werden. Nach aktuellen RWE-Angaben sind jetzt die ersten zehn Stützen schon durchtrennt.

+++ 12:37 Uhr: "Abknabbern" mit dem Spezialbagger

162 Meter war der Kühlturm ursprünglich hoch. In den vergangenen 15 Monaten hat ein speziell dafür entwickelter Bagger die obere Hälfte Stück für Stück "abgeknabbert" (hier im Zeitraffer). Jede Woche wurde der Turm drei Meter kleiner. Etwa ab der Mitte ist die Kühlturmwand nicht mehr senkrecht, deshalb wäre der Bagger irgendwann gekippt. Er musste im Mai runter. Die restlichen 80 Meter sollen heute kontrolliert in sich zusammenfallen.

Dauer

+++ 12:30 Uhr: Catering gibt es heute anscheinend auch auf dem AKW-Gelände

Ein Getränkewagen auf dem AKW-Gelände (Foto: SWR)
Während die ersten lauten Baggergeräusche am Kühlturm zu hören sind, hat auch der Getränkewagen Stellung bezogen. Kamerateams aus ganz Deutschland haben sich für heute Nachmittag angekündigt. Auch Politiker wie Umweltministerin Ulrike Höfken und die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer haben sich für heute Nachmittag angekündigt.

+++ 12:15 Uhr: Ein letzter Blick für alle Zugpendler

Auch viele Pendler, die täglich mit dem Zug auf der Strecke zwischen Bonn und Koblenz unterwegs sind, hatten heute Morgen wohl den letzten Blick auf den Kühlturm.

Dauer

+++ 12:05 Uhr: Letzte Sicherheitsbesprechung

Letzte Sicherheitsbesprechung vor dem kontrollierten Einsturz (Foto: SWR)
Die Experten der Abrissfirma und die Ingenieure des Betreibers RWE haben sich vor etwa einer halben Stunde zu einer letzten Sicherheitsbesprechung am Fuß des Kühlturms getroffen.

+++ 12:00 Uhr: Der Abriss beginnt

Vieles ist schon weg auf dem Gelände des ehemaligen Atomkraftwerks in Mülheim-Kärlich: Die Turbinenhalle wurde abgerissen, auch die Brennelemente im Reaktorgebäude sind schon vor vielen Jahren entfernt worden. Ab heute aber wird sich das Bild der Atomanlage ganz entscheidend verändern, wenn der Kühlturm kontrolliert zum Einsturz gebracht wird.

+++ 11:55 Uhr: Live-Blog direkt vom Kraftwerksgelände

Wir sind mit unserem Übertragungswagen vor Ort - etwa 150 Meter vom Kühlturm entfernt und berichten über alles, was am Kühlturm los ist.

Ein SWR-Übertragungswagen steht vor dem Kühlturm des AKW in Mülheim-Kärlich. (Foto: SWR)
Nur noch wenige Stunden steht der Kühlturm in der Landschaft. Der SWR berichtet live vor Ort, wenn er am Freitagnachmittag kontrolliert zusammenbrechen soll.
STAND