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Vor dem Hintergrund immer weiter ansteigender Corona-Fallzahlen haben mehrere rheinland-pfälzische Krankenhäuser Besuchsverbote angeordnet. Zu ihnen gehört auch das Westpfalzklinikum.

Am Freitag gab das Klinikum für seine vier Standorte in Kaiserslautern, Kusel, Kirchheimbolanden und Rockenhausen Einschränkungen bekannt. Das Klinikum in Kaiserslautern setzt demnach wegen der stark steigenden Corona-Infektionszahlen alle nicht medizinisch notwendigen geplanten Behandlungen aus. Andere Eingriffe etwa in der Onkologie seien von der Regelung nicht betroffen, teilte das Krankenhaus am Freitag mit.

Das Westpfalzklinikum schloss seine vier Standorte zudem vorerst für alle Besucher. Ausnahmen seien möglich, etwa bei der Begleitung von Schwerkranken oder Sterbenden sowie bei Geburten, hieß es. Aufrechterhalten bleibe auch die Notfallversorgung und die Behandlung von Corona-Patienten. Derzeit werden in dem Klinikum zwölf positiv auf Corona getestete Patienten stationär behandelt. 16 Beschäftigte befinden sich wegen einer Coronavirus-Infektion in häuslicher Quarantäne.

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Auch Uniklinik Mainz für Besucher weitgehend dicht

Die Universitätsmedizin in Mainz gab schon am Donnerstag bekannt, dass Patienten wie bereits während der ersten Infektionswelle im Frühjahr keine Besucher mehr empfangen dürfen. Die neue Regelung gelte ab Samstag; sie sei notwendig, um Patienten und Belegschaft zu schützen. Mit schriftlicher Einwilligung der behandelnden Ärzte gebe es Ausnahmen für Eltern minderjähriger Kinder, Partner bei einer Geburt und für die Sterbebegleitung von Palliativpatienten, wie die Unimedizin am Freitag präzisierte.

In den Krankenhäusern der Kreuznacher Diakonie in Bad Kreuznach, Kirn und Simmern gilt ein Besuchsverbot von Montag an. Zuvor hatten schon einige andere Kliniken im Land angekündigt, Besuche einzuschränken - so beispielsweise das Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein, das Bundeswehrzentralkrankenhaus und das katholische Klinikum Koblenz-Montabaur. Gleiches gilt für das Krankenhaus in Bingen.

Unterschiedliche Regelungen in der Region Trier

Die Krankenhäuser in der Region Trier haben unterschiedliche Regelungen für Besucher. Das hat eine SWR-Umfrage bei den Kliniken ergeben.

In den Krankenhäusern Bernkastel-Kues, Bitburg, Prüm, Baumholder, Idar-Oberstein, Gerolstein und Hermeskeil dürfen Patienten wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen nicht besucht werden. Ausnahmen gelten für Väter, die die Geburt ihres Kindes begleiten sowie für Angehörige eines im Sterben liegenden Menschen.

Im Klinikum Mutterhaus und im Brüderkrankenhaus Trier sowie im Krankenhaus Wittlich gilt noch kein Besucher-Stopp. Hier darf jeder Patient pro Tag nur einen Besucher für eine Stunde empfangen – und das auch nur in einem bestimmten Zeitfenster. Besucher müssen in den Krankenhäusern einen Mund-Nasen-Schutz tragen und die Hygiene- und Abstandsregelungen einhalten.

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