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Der tödliche Unfall auf dem Parkplatz Donnersberg an der A63 im Januar vergangenen Jahres wird kein Nachspiel vor einem Strafgericht haben. Zwei Gerichte haben die Eröffnung eines Hauptverfahrens abgelehnt. Der Unfallverursacher war nach den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft am Unfalltag mit 187 Stundenkilometern auf der Autobahn gefahren, als plötzlich vor ihm ein Lkw zum Überholen ausscherte. Der Mann konnte nicht mehr bremsen, der Wagen schleuderte auf den Parkplatz und erfasste eine Frau - sie starb. Die Staatsanwaltschaft begründete ihre Anklage gegen den PKW-Fahrer in der Folge damit, dass dieser wegen der gefährlichen Situation hätte langsamer fahren müssen. Das Amtsgericht Rockenhausen sah das in erster Instanz nicht so: Der Mann habe darauf vertrauen dürfen, dass sich der Lkw-Fahrer ordnungsgemäß verhält. Das Landgericht Kaiserslautern bestätigte die Entscheidung des Amtsgerichtes.

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