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Rheinland-Pfalz verimpft seit Dienstag Johnson & Johnson. Erste Impfungen damit gibt es in der AfA Trier. Der Impfstoff kann an alle über 60 und nach ärztlicher Aufklärung auch an Jüngere verabreicht werden.

Dieser Impfstoff muss nur einmal geimpft werden. In der Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende (AfA) in Trier haben die Impfungen mit dem Vakzin von Johnson & Johnson begonnen, wie die zuständige Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) am Dienstag mitteilte. Nach dem Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz kann der Impfstoff an alle Über-60-Jährigen und nach ärztlicher Aufklärung auch an Jüngere verabreicht werden.

Eigentlich war der Imfpstart mit Johnson & Johnson bereits für Montag geplant gewesen, er wurde aber zunächst abgesagt. Die Bewohnerinnen und Bewohner würden über die Risiken des Impfstoffs aufgeklärt, so der Impfkoordinator des Landes, Alexander Wilhelm (SPD).

Zu einer möglichen Verunsicherung wegen der Absage des Termins sagte Wilhelm: "Da besteht jetzt im Moment noch Erklärungsbedarf." Aber dem müsse man durch "vernünftige Aufklärung entgegenwirken". An der Impfbereitschaft müsse man stetig weiter arbeiten.

Aufklärung der AfA-Bewohner

Die Aufklärung erfolge in vielen Sprachen und auch mit Hilfe von Dolmetschern. Betroffen sind mehr als 2.000 Menschen in den Einrichtungen in Trier, Kusel, Hermeskeil und Speyer.

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Ärztliche Aufklärung Voraussetzung für freiwillige Impfung

Die Ständige Impfkommission hatte zunächst empfohlen, Johnson & Johnson erst bei Menschen ab 60 Jahren einzusetzen. Ähnlich wie bei Astrazeneca kann der Impfstoff vor allem bei Jüngeren zu sehr seltenen Nebenwirkungen führen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gab jedoch am Montag nach einem Beschluss von Bund und Ländern bekannt, dass sich jetzt alle Menschen mit dem Vakzin impfen lassen können. Voraussetzung dafür ist die Einwilligung nach ärztlicher Aufklärung.

Mit der jetzt aufgehobenen Impfreihenfolge kann sich jeder, der will, in Deutschland mit Johnson & Johnson impfen lassen. Das gehe auch deshalb, weil bis Juni die meisten Menschen über 60 geimpft seien, so Spahn. Bisher sind nur wenige Impfdosen von Johnson & Johnson nach Deutschland gekommen, das soll sich im Juni ändern.

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