Einsatzfahrzeuge und Zelte auf dem Nürburgring. (Foto: SWR)

Analyse der Flutkatastrophe in RLP und NRW

Kommission macht Vorschläge für Verbesserungen im Katastrophenschutz

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Mehr als 60 Experten des Katastrophenschutzes arbeiten den Einsatz während und nach der Flutkatastrophe im Juli auf. Nun liegen erste Erkenntnisse über Probleme vor.

"Quer durch alle Organisationen und über alle administrativen Ebenen hinweg gab es Probleme", sagte Ulrich Cimolino, Vorsitzender der Kommission und Branddirektor in Düsseldorf.

Qualität von Katastrophenschutzfahrzeugen und Kommunikation ausbaufähig

Als problematisch wurden demnach die Kommunikationsmittel und -möglichkeiten beschrieben. Insbesondere das für mehrere Tage ausgefallene Digitalfunknetz der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben stand in der Kritik.

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Ebenso wurden die mangelnde Geländegängigkeit der Einsatzfahrzeuge - auch des Katastrophenschutzes - bemängelt. Sie seien nicht ausreichend genug in der Lage, Wasser zu durchfahren, und seien unzureichend motorisiert. Es brauche außerdem mehr Boote und Schmutzwasserpumpen

Weiter wurde die Verfügbarkeit von Hubschraubern und Drohnen kritisiert. Die vorhandenen Fluggeräte seien zudem oft nicht flexibel genug einsetzbar.

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Zusammenarbeit mit privaten Helfern und Firmen optimieren

Als gut bewerteten die Aktiven die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Organisationen und mit privaten Helferinnen und Helfern. Allerdings müsse die Einbindung privater Kräfte und Firmen noch deutlich optimiert werden, hieß es.

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Der Kommission gehören Expertinnen und Experten von Feuerwehren, Technischem Hilfswerk, Bundeswehr, Polizei, Behörden und Hilfsorganisationen wie dem Deutschen Roten Kreuz und den Johannitern an - aber auch Wissenschaftler verschiedener Hochschulen. Zur Problemanalyse wurden knapp 2.500 Einsatzkräfte zu ihren Erfahrungen befragt.

Viele Mängel waren schon bekannt

Man werde die Ergebnisse sorgfältig auswerten, sagte Dirk Aschenbrenner. Der Präsident der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes sagte: "Deutlich wird schon jetzt, dass viele Erkenntnisse nicht neu sind. Die Lehren der Vergangenheit wurden nur nicht oder zu wenig umgesetzt."

Der Präsident des Deutschen Feuerwehr-Verbandes, Karl-Heinz Banse, ergänzte, dass es bei der Umsetzung der Ergebnisse auf die politische Unterstützung ankomme. Sie dürfe nicht immer erst kommen, wenn etwas passiere. Eine ausführliche Beschreibung der 15 wichtigsten Ergebnisse finden Sie hier.

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