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Wer zu zögerlich aus einer Waschstraße ausfährt, muss für Schäden an nachfolgenden Autos zumindest teilweise haften. Das hat das Oberlandesgericht Zweibrücken entschieden.

In allen Waschstraßen gilt: Fuß von der Bremse, denn schließlich wird das Auto von einem Förderband gezogen. Aber was passiert, wenn der Vordermann bei der Ausfahrt nicht weiter fährt? Und man dann unweigerlich auf ihn auffahren würde?

Genau solch einen Fall hatte das Oberlandesgericht Zweibrücken zu entscheiden. Ein Fahrer hatte gebremst, weil ein Auto davor nicht zügig weggefahren war. Sein Auto sprang aus der Führung des Förderbandes und wurde beschädigt.

Vordermann hat Teilschuld

Die Zweibrücker Richter gaben dem Vordermann jetzt zumindest eine Teilschuld an dem Unfall. Er muss ein Drittel der Reparaturkosten übernehmen.

Den Rest muss allerdings der Fahrer tragen, der abgebremst hat. An der Einfahrt werde schließlich darauf hingewiesen, dass man das Fahrzeug nicht abbremsen dürfe. Und wenn sich zwei Autos in der Waschstraße zu nahe kämen, würde die Anlage automatisch gestoppt.

Keine Revision möglich

Das Landgericht Kaiserslautern hatte als vorhergehende Instanz die Schadenersatz-Ansprüche des Fahrers gegen den Betreiber der Waschstraße und den Vorausfahrenden abgelehnt. Gegen die Entscheidung des OLG ist keine Revision möglich.

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