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Zweibrücken hat seit Wochen mit die niedrigsten Inzidenzwerte in ganz Deutschland. Trotzdem wird es keine gesonderten Lockerungen für die Stadt geben - was der Oberbürgermeister auch gut findet.

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat am Donnerstag vorgestellt, was die Beschlüsse der Konferenz der Ministerpräsidentinnen und -präsidenten mit der Bundeskanzlerin für das Land bedeutet. Unter anderem soll es möglichst schnell wieder Präsenzunterricht in den Grundschulen geben.

Dreyer: Lockerungen nicht sinnvoll

Am Rande der Pressekonferenz sagte Dreyer, dass sie es nicht für sinnvoll halte, Kommunen mit einem niedrigen Inzidenzwert bei weiteren Lockerungen zu bevorzugen. In Zweibrücken könne sich das Blatt auch schnell wieder wenden.

Auch Oberbürgermeister mahnt zur Vorsicht

Diese Gefahr sieht auch der Oberbürgermeister der Stadt Zweibrücken, Marold Wosnitza (SPD). Im Moment liege die Stadt zwar außerhalb jeder Corona-Warnstufe - das könne sich wegen der geringen Größe der Stadt aber auch schnell wieder ändern.

Vor diesem Hintergrund lehnte Wosnitza eine Sonderbehandlung von Zweibrücken bei den Lockerungen ebenfalls ab. Das sei auch Tenor in der Bevölkerung.

Klarer Plan für weitere Lockerungen nötig

Allerdings mahnte Wosnitza eine klare Strategie bei weiteren Lockerungen an. Die Menschen müssten wissen, ab welchen Inzidenzwerten welche Lockerungen zu erwarten seien.

In Zweibrücken sei man seit Wochen bei einem niedrigen Inzidenzwert, weil die Bevölkerung sehr verantwortungsvoll mit der Situation umgegangen sei. Außerdem hätten die Verantwortlichen sehr eng und effektiv zusammen gearbeitet.

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