Gelterswoog bei Kaiserslautern Hohenecken (Foto: SWR)

Dauerthema seit Jahren

Trocknet der Gelterswoog bei Kaiserslautern aus?

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AUTOR/IN
Michelle Habermehl

Der Gelterswoog ist in Kaiserslautern schon seit Jahren ein Thema bei den Bürgern und bei der Stadt. Dabei geht's um die eine Frage: Wie kann man den See noch retten?

Der Gelterswoog ist ein emotionales Thema: Er ist Magnet für Badegäste im Sommer, ein beliebtes Naherholungsgebiet für Camper, Heimat von Sportlern oder einfach ein Stück Kindheitserinnerung. So auch für Silke Hammerschmidt, die schon seit Kindertagen Freizeit am Gelterswoog verbringt. Sie setzt sich gemeinsam mit Jörg Kirsch und weiteren Bürgern für den Gelterswoog ein. "Im Sommer kann man durch den Gelterswoog durchwarten", sagt Jörg Kirsch. Man könne dem See von Jahr zu Jahr beim Austrocknen zuschauen.

Jörg Kirsch und Silke Hammerschmidt stehen am Gelterswoog (Foto: SWR)
Jörg Kirsch und Silke Hammerschmidt sind seit mehreren Jahren aktiv und fordern die Stadt auf mehr für den Gelterswoog zu tun.

Der Vorwurf der Bürgerinitiative an die Stadt: Es wird sich zu wenig gekümmert um den Gelterswoog. Natürliche Versickerung durch den Sandstein am Grund des Stausees, Verdunstung durch zu starke Trockenheit, aber auch dass die Stadt den Hahn einer Quelle abgedreht hat, die den See mit zusätzlichem Wasser versorgt, habe dazu geführt, dass der Gelterswoog bald verschwinden könnte. Das befürchten Silke Hammerschmidt und Jörg Kirsch. Ihr Vorschlag: Wasser aus anderer Quelle hinzufügen.

Kann man dem Gelterswoog nicht einfach Wasser aus dem Umland hinzufügen?

Der Vorschlag von der Bürgerinitiative ist, dem See von einer anderen Quelle wieder Wasser zuzuführen. Dadurch dass der Gelterswoog ein künstlich aufgestauter See ist, der durch ein darüberliegendes Gewässer gespeist wird und diese Zufuhr nun schwächer wird, liegt die Überlegung nahe, den See durch eine andere Quelle, wie zum Beispiel den Brunnen Schäckersdell, zu befüllen. Durch diesen wurde der See auch früher gespeist. 100.000 Euro soll der Aufwand kosten. Auf SWR-Anfrage sagte die Stadt, man prüfe den Vorschlag und erwarte ein Ergebnis im Herbst.

Bei Überlegungen, den See mit Wasser aufzufüllen, müsse man jedoch beachten, dass man auf Trinkwasser-Reserven zurückgreift, sagt die Stadt. Und da liegt das Problem: Das darf die Stadt wegen der Wasserknappheit nicht, sagt sie. Man habe keine sogenannten Entnahmerechte mehr. Die Stadt sei angehalten, die Trinkwasser-Reserven der Bevölkerung vorzubehalten. Die Stadt prüfe jedoch derzeit, ob es genügend Reserven gibt, um den Gelterswoog doch speisen zu können.

Hat der Klimawandel Schuld am niedrigen Pegel im Geltereswoog?

Mittlerweile sieht die Stadt hier das kleinere Problem. Dennoch: Die Verdunstung durch heiße Sommer und die immer geringer werdenden Niederschläge tragen noch ihr Übriges dazu bei, dass sich der Wasserstand nicht erhole. Darin sind sich sowohl Stadt als auch die Bürgerinitiative einig.

Fazit: Status um den Gelterswoog seit Jahren gleichbleibend

Es scheint so, als sei die Problematik um den Gelterswoog seit Jahren die gleiche: Es gibt nach wie vor zu wenig Wasser. Die Stadt prüft Lösungsansätze, doch eine Lösung gibt es bislang schlichtweg nicht. Der Status rund um die Wasserknappheit im Gelterswoog ist seit Jahren also die gleiche und die Prüfungen dauern an. Es bleibt abzuwarten, ob die Ergebnisse, die im Herbst erwartet werden, mehr Bewegung in die Problematik bringen und eine Antwort auf die Frage geben: Trocknet der Gelterswoog irgendwann aus?

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