Tierparkleiter Andreas Spieß mit zwei Makaken (Foto: SWR)

Kaum noch Besucher im Wildpark Potzberg

Zoos und Tierparks im Westen der Pfalz geht es wegen Corona schlecht

STAND

Den Zoos und Tierparks in der Westpfalz geht es schlecht. Nach Angaben der Betreiber sind die schwierigen Bedingungen in der Corona-Pandemie dafür verantwortlich.

Vor allem die privaten Tierparks wie der Wildpark und Greifvogelzoo Potzberg und der Exotenzoo Donnersberg berichten, dass fast keine Besucher mehr kommen würden. Grund dafür sei die 2G-Regel, nach der nur noch geimpfte oder genesene Besucher zugelassen sind. Durch den Besucherrückgang sei es schwierig, die laufenden Kosten zu decken.

Wenig staatliche Unterstützung für private Tierparks

Die privaten Tierpark-Betreiber beklagen außerdem, dass sie anders als der Zoo Kaiserslautern nicht auf städtische Gelder bauen könnten. Der Wildpark Potzberg hatte im August zumindest rund 28.000 Euro für Futter und Tierarztkosten vom Land bekommen. Andreas Spieß, Inhaber des Exotenzoos Donnersberg, sagte dem SWR: "Zoos und Tierparks sind dazu da, bedrohte Arten zu schützen, zu vermehren. Das ist an sich schon nicht rentabel. Wenn die Bedingungen allerdings so schlecht sind wie mit der Pandemie, dann ist das noch prekärer für uns." Im Tierpark Donnersberg werden nach eigenen Angaben über 60 bedrohte Arten gehalten.

Ein Mann hält auf seinem ausgestreckten Arm einen Seeadler (Foto: Wildpark Potzberg)
Harald Schauß beim Training mit einem seiner Greifvögel. Wildpark Potzberg

Kaum noch Besucher im Wildpark Potzberg

Auch Harald Schauß, dem der Wildpark und Greifvogelzoo am Potzberg gehört, kämpft mit den Pandemie-Bedingungen. "Nach den Lockdowns haben sie mir hier die Bude eingerannt", sagt er. Mit der 2G-Regel habe er allerdings einige Besucher ablehnen müssen. Die Verunsicherung sei groß. Den Gastronomie-Betrieb auf dem Gelände habe er schließen müssen. Im Dezember seien bislang so gut wie keine Besucher gekommen. Dabei sei viel relevanter für ihn, dass er seinen Bildungsauftrag nicht wahrnehmen könne: "Viele Kinder kommen ja heutzutage erst durch Zoos und Tierparks mit der Natur und den Tieren in Kontakt."

Spenden und Tierpatenschaften helfen dem Zoo Kaiserslautern

Eine Sprecherin des Zoos in Kaiserslautern gibt an, dass vor allem die vielen Spenden aus der Bevölkerung geholfen hätte, den Einnahmeeinbruch durch den Lockdown auszugleichen. Unter anderem sammelten Grundschüler durch einen Spendenlauf 3.000 Euro für den Zoo.

Nach Angaben der Zoo-Sprecherin hätten die Menschen auch über eine Tierpatenschaft die Möglichkeit, den Zoo in Kaiserslautern zu unterstützten. Während der Pandemie hätten 500 Menschen mehr eine Tierpatenschaft abgeschlossen als davor. In den Jahren davor seien es im Schnitt etwa 100 Patenschaften pro Jahr gewesen, 2021 hätten 600 Menschen eine Patenschaft abgeschlossen.

Rockenhausen

Bananen und anderer Affe als Köder Entlaufener Affe in Rockenhausen wird mit Falle eingefangen

Der Tierpark in Rockenhausen hat für den noch immer frei laufenden Affen eine Lebendfalle aufgestellt. Der Affe war vor zwei Wochen aus seinem Gehege ausgebüxt.  mehr...

Am Nachmittag SWR4 Rheinland-Pfalz

STAND
AUTOR/IN
SWR