An einem Restaurant-Eingang hängt eine Tafel mit dem Hinweis auf die 3G-Regel. (Foto: imago images, IMAGO / Sven Simon)

Geimpft, genesen, getestet in der Gastro & Co.

Sind Corona-Kontrollen bei Gastronomen in der Westpfalz zu locker?

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Ein Besuch im Restaurant oder Kino geht nur für Geimpfte, Genesene oder Getestete. Die Betriebe selbst müssen das überprüfen. Die Kommunen in der Westpfalz haben da ein Auge drauf.

In vielen Restaurants, Kinos und bei Veranstaltungen in der Westpfalz gelten 3G- oder 2G-Regeln. Die Betriebe selbst haben die Aufgabe, die Nachweise der Gäste zu kontrollieren, zum Beispiel Impfzertifikat oder Negativ-Test. Dazu kommen die Kontaktdatenerfassung der Besucherinnen und Besucher und der normale Betriebsalltag.

Kritik: Betriebe kontrollieren nicht richtig

Zuletzt gab es immer wieder Gerüchte, dass zum Beispiel Restaurants die Corona-Nachweise ihrer Gäste gar nicht oder nicht gründlich überprüfen. "Zum Teil ist es sicher so, dass einige Gastronomen es sehr locker sehen, das haben wir auch schon so erlebt", sagt Manuela Schermer, Gastro-Besucherin in Kaiserslautern.

Auch Gesundheitsminister Jens Spahn hatte die Vorgehensweise einiger Betriebe in Deutschland kritisiert: Bei einem Besuch in Italien sei er an einem Tag öfter kontrolliert worden als in Deutschland in zwei Wochen, berichtete er.

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Ordnungsamt kontrolliert Corona-Regeln in westpfälzer Betrieben

Ob die Betriebe die Corona-Regeln auch richtig umsetzen, wird in der Westpfalz regelmäßig kontrolliert. In Zweibrücken, Kaiserslautern und Pirmasens übernehmen diese Aufgabe das Ordnungsamt oder kommunale Vollzugsbeamte.

Sie kontrollieren in den Betrieben stichprobenartig oder nach Hinweisen aus der Bevölkerung. Das Ordnungsamt befragt dann zum Beispiel Restaurant-Inhaber, wie genau sie die Corona-Regeln umsetzen. "Gegebenenfalls werden auch die Gäste kontrolliert, um herauszufinden, ob die Überprüfung korrekt durchgeführt wurde", erklärt ein Sprecher der Stadt Zweibrücken.

Betriebe in Zweibrücken verstoßen gegen Corona-Regeln

In Zweibrücken hat die Stadt inzwischen mehrere Verstöße festgestellt, bei denen sich Betriebe nicht an die Corona-Vorschriften gehalten haben. Eine genaue Zahl nannte die Stadt allerdings nicht. Pirmasens hingegen hat bisher nur gute Erfahrungen gemacht. Bislang seien keine Verstöße von Betrieben festgestellt worden, so ein Sprecher der Stadt.

Betriebserlaubnis könnte entzogen werden

Restaurants, Kinos oder Kneipen, die die Corona-Auflagen nicht ordentlich umsetzen und dabei erwischt werden, müssen mit einem Ordnungswidrigkeitsverfahren rechnen. Nach Angaben der Stadt Kaiserslautern enden diese meist mit einer Geldstrafe.

Im schlimmsten Fall kann ein Verstoß auch schwerwiegende Folgen haben, so die Stadt Zweibrücken. So könne den Unternehmen zum Beispiel die Betriebserlaubnis entzogen werden.

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