Prozessauftakt am Landgericht Kaiserslautern wegen zweifachen Mordes (Foto: SWR)

Mann soll Mutter und ihren Lebensgefährten getötet haben

Mutmaßlicher Doppelmörder aus Weilerbach vor Gericht

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Am Landgericht Kaiserslautern hat heute der Prozess gegen einen mutmaßlichen Doppelmörder aus Weilerbach begonnen. Der Fall hatte deutschlandweit für Aufsehen gesorgt.

Der 38-Jährige soll im März seine Mutter und deren Lebensgefährten auf dem Hofanwesen in Weilerbach (Landkreis Kaiserslautern), auf dem die Familie gemeinsam gelebt hatte, getötet haben. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Angeklagte die Frau mit einer Axt erschlagen hat. Die Ermittlungen hätten ergeben, dass er den Lebensgefährten seiner Mutter anschließend im Schlaf getötet habe. Die Leiche der Frau habe er laut Anklage dann zur Leiche des Mannes ins Schlafzimmer gebracht.

Mann aus Weilerbach wegen zweifachen Mordes angeklagt

Mutter und Sohn hatten zuvor wohl um Geld gestritten, wobei es um die Zukunft des Hofes gegangen sein soll. Laut Anklage soll der 38-Jährige auf das Erbe spekuliert haben. Die Toten seien erst entdeckt worden, als die Frau nicht mehr zur Arbeit erschienen war. Der mutmaßliche Doppelmörder befand sich mehrere Tage auf der Flucht. Ein Großaufgebot der Polizei suchte nach dem bewaffneten Mann, Anwohner sollten zur Sicherheit in ihren Häusern bleiben. Der Flüchtige stellte sich schließlich der Polizei.

38-Jähriger auch wegen Brandstiftung vor Gericht

Dem Angeklagten wird unter anderem Mord aus Habgier sowie heimtückischer Mord zur Verdeckung einer Straftat vorgeworfen. Er soll zudem zwei Gebäude in Mackenbach und Erzenhausen in Brand gesteckt haben. Dort lebten Männer, die mit dem 38-Jährigen geschäftlich verbunden waren. Die Feuerwehr konnte damals verhindern, dass die Flammen die Häuser zerstörten.

Angeklagter schweigt zum Prozessbeginn

Der Mann selbst äußerte sich am ersten Prozesstag nicht zu den Vorwürfen oder zu seiner Person. Zu Wort kamen ein Polizist und die Tochter des männlichen Opfers. Sie schilderte den Angeklagten als zurückhaltend und nicht gewalttätig. In dem Prozess sollen insgesamt 89 Zeugen und acht Sachverständige gehört werden. Das Landgericht hat für den Prozess insgesamt sechs Verhandlungstage angesetzt.

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