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Die Entscheidung über die zukünftige Stadionpacht des 1. FC Kaiserslautern ist am Montagabend in der Stadtratssitzung wie erwartet erneut verschoben worden. Sie soll nun am 2. März 2020 fallen.

Der FCK habe der Stadt "eine erfolgsabhängige Beteiligung an den Erlösen aus dem DFB-Pokal ab der 2. Runde" angeboten, heißt es in einer Pressemitteilung des Vereins vom Montagabend. Des Weiteren stehe der FCK einem Vorschlag der Stadt zur Nutzung von Flächen im Fritz-Walter-Stadion, die nicht spielbetriebsrelevant sind, offen gegenüber.

Die Stadt Kaiserslautern hatte zu einem früheren Zeitpunkt vorgeschlagen, dass sie Aktien des 1. FC Kaiserslautern erhält - im Gegenzug für eine drastische Senkung der Stadionpacht. Das hatte der Verein abgelehnt.

Dass Oberbürgermeister Klaus Weichel (SPD) die Entscheidung über die Stadionpacht erneut verschoben hat, ärgert den Verein. Weichel erschwere damit "durch die fortbestehende Unsicherheit [...] zielführende Verhandlungen des FCK mit potentiellen Investoren".

Treffen von Stadt und Verein

Am Sonntag hatte sich Weichel mit Vertretern des Vereins und dessen regionalen Investoren getroffen. Danach hatten sowohl Weichel als auch FCK-Beirats-Chef Markus Merk von einer Wende in der Diskussion um die Stadionpacht gesprochen. Nach Angaben Weichels gibt es "interessante Sachverhalte", die aber zunächst noch geprüft werden müssten. Um welche Sachverhalte es sich handelt, sagte Weichel nicht.

Weichel (Foto: SWR, (Archivbild))
OB Weichel spricht von "interessanten Sachverhalten". (Archivbild)

Hintergrund der Diskussion ist die Forderung Weichels nach FCK-Aktien für die städtische Stadiongesellschaft. Der Verein hat im Kaiserslauterer Stadtrat beantragt, dass die Pacht weiterhin um 2,8 Millionen Euro auf 425.000 Euro gekürzt wird. Ansonsten sei der Verein im Sommer pleite. Bis zuletzt hieß es von Seiten des Vereins, dass seine Investoren die Forderung von Weichel nicht akzeptieren.

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