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Die Stadt Pirmasens hat es am Freitag geschafft, auf einen Inzidenzwert von Null zu kommen. Auch im Kreis Südwestpfalz sind die Zahlen niedrig. Doch was ändert sich dadurch jetzt eigentlich für die Bevölkerung?

Kurz und knapp: Es ändert sich vorerst nichts. Es gibt keinen Ehrenpreis und auch keine Fleißsternchen. Denn in Rheinland-Pfalz gilt derzeit der Corona-Perspektivplan. Der hält momentan nur Lockerungen für Städte und Kreise mit einer Inzidenz zwischen 0 und 49,9 fest. Heißt: In Pirmasens und im Kreis Südwestpfalz gelten die gleichen Corona-Regeln wie zum Beispiel in der Stadt Kaiserslautern mit einer höheren Inzidenz.

Ganster lobt Bevölkerung

Susanne Ganster (CDU), die Landrätin des Kreises Südwestpfalz, freut sich aber, dass dem Landkreis momentan nur wenige neue Corona-Fälle vorliegen. Täglich veröffentlicht sie auf Ihrer Facebook-Seite die aktuellen Corona-Zahlen und lobt die Bevölkerung: "Tatsächlich macht es mich auch ein wenig stolz, wenn die Gesprächspartner erkennen, dass sie selbst zur guten Lage beigetragen haben und immer noch Verständnis für Maßnahmen zeigen. Mit dem freundlicheren Wetter und den sinkenden Zahlen steigt die Stimmung immer weiter". Überbewerten möchte Ganster die Situation aber nicht. Letztlich spiele auch der Zufall mit. Das sei jüngst an zwei infizierten Reiserückkehrern deutlich geworden, die in Zweibrücken wohnen und eben nicht im benachbarten Kreis Südwestpfalz.

Landrätin Susanne Ganster (Foto: SWR)
Susanne Ganster, Landrätin des Kreises Südwestpfalz

Inzidenzwerte lassen Lockerungen zu

Die niedrigen Zahlen lassen laut Susanne Ganster aber auch weitere Lockerungen zu. Sie denkt dabei speziell an private Zusammenkünfte und an Vorgaben für Campingplatz-Betreiber: "Hier haben mich nach der letzten Öffnung verschiedene Beschwerden erreicht. Ich verstehe die Sichtweise der Betreiber, gegenüber Hotels ungleich behandelt zu werden: Dort können Buffets und Sauna geöffnet werden".

Lockerungen in Sicht

Tatsächlich könnte es in der Südwestpfalz und auch in anderen Kreisen und Städten in der Westpfalz schon bald weitere Lockerungen geben. Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat einen neuen Perspektivplan vorgestellt. Außerdem seien Förderprogramme für Kinder und Jugendliche in den Sommerferien geplant, in denen nicht nur Schulstoff gelernt und wiederholt werden soll, sondern auch Angebote zur Freizeitgestaltung gemacht werden sollen.

Zweibrücken

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