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Rausgehen in die Natur und auch in Coronazeiten aktiv sein. Das ist das Motto der Aktion „Land in Bewegung“ des Landes Rheinland-Pfalz. Der Sozialverband VdK aus dem Donnersbergkreis hat sich dazu überlegt, einen Wanderstab auf Reisen zu schicken.

Er hat in etwa die Form eines Spazierstocks, aber er stammt aus einem Wald im Donnersbergkreis. Dieser spezielle Wanderstab steht im Mittelpunkt einer Aktion des Sozialverbandes VdK. Wer den Stock irgendwo findet, kann ihn mitnehmen und mit ihm weiterwandern. Aber: zwischendurch soll der Stab immer wieder an einem anderen schönen Ort zurückgelassen werden.

Foto des Wanderstabs mit Ortsangabe verschicken

Dann sollte der Wanderer ein Foto von dem Stab am neuen Platz machen und dieses Bild entweder per Mail oder per WhatsApp einschicken. Die Bilder landen dann bei Angela Schlicksupp. Sie hat das Projekt mit ins Leben gerufen und verfolgt nun, welche Wege der Wanderstab nimmt.

Die Mitinitiatoren der Wanderstab-Aktion an der Eremitenklause in Hahnweilerhof im Donnersbergkreis (Foto: SWR)
Die Mitinitiatoren der Wanderstab-Aktion Inge Krämer, Angela Schlicksupp und Ute Schlicksupp (von li. nach re.)

Start am Adlerbogen auf dem Donnersberg

Am 13. April wurde der Stock auf dem Donnersberg am Adlerbogen ausgesetzt, erzählt Angela Schlicksupp. Seither war er schon in Dannenfels am Villagarten, am Drosselfels, am Friedwald und am Schützenhaus in Kirchheimbolanden und an der Eremitenklause in Hahnweilerhof. Seinen Weg kann man auf Facebook oder auf der Internetseite des VdK-Kreisverbandes Donnersberg verfolgen. Damit man den Wanderstab auch sofort erkennt, baumelt an seinem Ende ein Lederband. Auf dem Stock ist eingebrannt, wohin man das Foto mit den Ortsangaben schicken soll.

Der Wanderstab am Schild der Eremitenklause in Hahnweilerhof (Foto: SWR)
Der Wanderstab am Schild der Eremitenklause in Hahnweilerhof Bild in Detailansicht öffnen
Inschrift auf dem Wanderstab Bild in Detailansicht öffnen
Inschrift "Darf nur von Menschenhand bewegt werden" Bild in Detailansicht öffnen

Mitorganisatorin Angela Schlicksupp sagt, das Ziel sei, so viele Menschen wie möglich dazu zu bewegen, in die Natur zu gehen und sich auch die Schönheiten des Donnersbergkreises anzuschauen. "Wir haben festgestellt, dass jetzt während der Coronazeit die Leute teilweise sehr träge werden. Wir wollen sie motivieren, an die frische Luft zu gehen und sich zu bewegen".

Angela Schlicksupp und ihre Mitstreiter hoffen, dass der Wanderstab nicht ausschließlich im Donnersbergkreis unterwegs sein wird, sondern seine Reise weitergeht. "Es wäre schön, wenn der Stab auch in andere Landkreise gebracht würde".

"von A nach B ohne Motorkraft"

Inschrift auf dem Wanderstab

Allerdings soll der Stab nur von Menschenhand bewegt werden. So ist es auf ihm eingebrannt. Beim Wandern oder Radfahren kann er von einem Ort zum anderen bewegt werden. Busse, Bahnen, Autos und auch E-Bikes sind tabu, sagt Angela Schlicksupp.

Bis zum 11. Dezember soll der Wanderstab auf Reisen sein. Was danach mit ihm geschieht, steht noch nicht fest. Aber Angela Schlicksupp hat schon ein paar Ideen: Z.B könnte er für einen guten Zweck versteigert werden. Bis dahin soll der Stab aber noch möglichst weit durchs ganze Land wandern.

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