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Ein in Ramstein stationierter US-Soldat, der einen tödlichen Unfall bei Weilerbach verursacht hatte, ist vorzeitig aus der Armee entlassen worden. Das teilte ein Sprecher der Air Base mit.

Der Sprecher bestätigte damit einen Bericht der Zeitung "Rheinpfalz", wonach sich der Mann auch nicht mehr in Deutschland aufhält. Der Amerikaner war im Februar 2019 mit seinem Sportwagen auf der Umgehungsstraße bei Weilerbach mit einem dreirädrigen Transporter zusammengestoßen. Bei dem Unfall war ein 17-Jähriger aus Weilerbach getötet worden.

Militärgericht verhandelte den Fall

Der Amerikaner war deshalb im vergangenen Jahr von einem US-Militärgericht degradiert, getadelt und zu zwei Monaten Hausarrest auf der Air Base in Ramstein verurteilt worden. Die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern hatte die Ermittlungen an die US-Militärjustiz abgegeben. Das ist möglich, sobald US-Streitkräfte oder Angehörige beteiligt sind. Vor US-Militärgerichten wird nach amerikanischem Recht verhandelt.

Die Ermittlungen hatten neun Monate gedauert, ohne dass Einzelheiten an die Öffentlichkeit geraten waren. Das hatte für Kritik gesorgt. Die Anklage war bereits im März verlesen worden - dann verzögerte sich der Prozess allerdings wegen der Corona-Pandemie. Das Urteil hatte in der Region für Diskussionen gesorgt, weil es von vielen Menschen als zu mild angesehen wurde.

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