Auf dem Rollfeld der Ramstein Air Base stehen Flugzeuge der U.S. Air Force.  (Foto: SWR, picture alliance/dpa | Oliver Dietze)

Wegen des Ukraine-Kriegs

Mehr als 20 Länder wollen an Ramstein-Treffen teilnehmen

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Mehr als 20 Länder haben nach US-Angaben ihre Teilnahme an der Ukraine-Konferenz auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein zugesagt. US-Verteidigungsminister Lloyd Austin hatte für Dienstag zu dem Treffen in Ramstein eingeladen.

Der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums, John Kirby, teilte am Freitag (Ortszeit) im Pentagon mit, insgesamt seien rund 40 Staaten eingeladen worden. Welche Länder genau schon zugesagt haben, erwähnte er nicht. Allerdings seien auch Nicht-NATO-Staaten darunter.

Das Treffen finde nicht unter dem Dach des Bündnisses statt. In der Presseeinladung des Verteidigungsministeriums ist von Verteidigungsministern und hochrangigen Militärbediensteten aus Ländern weltweit die Rede.

Wie kann die Ukraine dauerhaft sicher und souverän bleiben?

Ein Ziel des Treffens sei die dauerhafte Sicherheit und Souveränität der Ukraine. Es solle daher um den Verteidigungsbedarf der Ukraine über den aktuellen russischen Angriffskrieg hinaus gehen. "Wir denken, dass es an der Zeit ist, auch diese Diskussion zu führen", sagte Kirby im Vorfeld. Außerdem solle es um die weitere militärische Unterstützung der Ukraine gehen. Die US-Regierung hatte am Donnerstag weitere Militärhilfen in Höhe von 800 Millionen US-Dollar angekündigt.

Dass so kurzfristig bereits mehr als 20 Länder zugesagt hätten, sei ein starkes Zeichen für die Bedeutung, die die USA und diese Staaten den Verteidigungsbedürfnissen der Ukraine einräumten, betonte Kirby am Freitag. Es stünden auch noch Antworten eingeladener Länder aus.

Bevor es für den US-Verteidigungsminister Lloyd Austin nach Ramstein geht, trifft er mit dem US-Außenminister Antony Blinken den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Beide sind am Sonntagabend zu Gesprächen in Kiew angekommen.

Airbase Ramstein immer wieder Ort wichtiger Treffen

Der US-Luftwaffenstützpunkt in Ramstein ist ein wichtiges Drehkreuz für internationale Operationen der Vereinigten Staaten. Immer wieder treffen sich hier auch hochrangige US-Politiker mit Kollegen. So zuletzt im vergangenen Jahr. Damals trafen sich US-Außenminister Antony Blinken und sein damaliger deutscher Amtskollege Heiko Maas (SPD), um über Konsequenzen aus der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan zu beraten.

Von Ramstein aus wird Raketenabwehr überwacht

Neben dem nationalen Hauptquartier der US-Luftstreitkräfte in Europa und dem 86. Lufttransportgeschwader auf dem Flugplatz Ramstein ist in der Pfalz auch das 650-Personen starke internationale NATO-Hauptquartier des Kommandos Alliierte Luftstreitkräfte, kurz Headquarters Allied Air Command, untergebracht. Dieser Führungsstab des Bündnisses plant und führt sämtliche Luft- und Weltraumeinsätze der NATO. Normalerweise gehören zu seinen Aufgaben der Schutz des Luftraumes über dem NATO-Bündnisgebiet in Europa, an dem die Luftstreitkräfte aller 30 Mitgliedstaten rund um die Uhr beteiligt sind.

Vom Gebäudekomplex in Ramstein aus wird die Raketenabwehr des Bündnisses mit einer 24/7 besetzten Operationszentrale überwacht. Hier koordiniert zudem seit Oktober 2020 das NATO Space Centre die Weltraumaktivitäten der einzelnen Mitgliedstaaten.

Hauptquartier plant seit Februar 2022 Einsätze von Kampfflugzeugen

Seit Ende Februar 2022 plant und führt das Ramsteiner NATO-Hauptquartier auch die Einsätze von Kampfflugzeugen der Verbündeten entlang der Ostflanke des Bündnisses. Diese dienen in Folge des Krieges in der Ukraine der Abschreckung und Frühwarnung sowie dem Schutz der östlichen Mitglieder. Neben Aufklärungsmaschinen steigen auch Kampfjets mehrerer Alliierter von ihren Heimatplätzen auf und werden mit Unterstützung durch Luftbetankung an die Einsatzräume im Osten herangeführt, um dort Schutzflüge durchzuführen und nach Abschluss dieser Patrouillenflüge wieder zurück zu ihren Basen zu verlegen. Auch der kürzlich in die Slowakei verlegte Deutsch-Niederländische PATRIOT-Einsatzverband wird im Rahmen des Schutzes der NATO-Ostflanke aus dem Hauptquartier geführt. 

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