Vor dem Polizeipräsidium Westpfalz in Kaiserslautern haben sich Polizisten versammelt und für eine Gedenkminute innegehalten. Sie gedenken an ihre getöteten Kollegen im Kreis Kusel. (Foto: SWR)

Gedenken nach schrecklicher Tat

Trauerfeier der Polizei für getötete Kollegen in Kusel - Schweigeminute im ganzen Land

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Nach den tödlichen Schüssen auf eine Polizei-Anwärterin und ihren Kollegen hat in Kusel eine Trauerfeier stattgefunden. Kollegen, Angehörige und auch die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Dreyer nahmen teil. Auch in Kaiserslautern wurde der getöteten Beamten gedacht.

Etwa 200 Gäste waren in die Fritz-Wunderlich-Halle in Kusel zu der Trauerfeier für die getötete junge Polizistin und ihren Kollegen gekommen, die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Innenminister Roger Lewentz (SPD) ebenso wie Angehörige der beiden Opfer und Kollegen.

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Dreyer und Lewentz drückten den Angehörigen und Kollegen ihr Mitgefühl aus:

"Den beiden jungen Menschen wurde auf fürchterliche Art und Weise ihr Leben genommen, als sie für unser aller Sicherheit im Einsatz waren."

Ministerpräsidentin Dreyer sagte: "Ganz Rheinland-Pfalz trauert um zwei junge Menschen, die mit großer Leidenschaft unser aller Sicherheit zu ihrem Beruf gemacht haben. Ich weiß, dass Worte nicht vermögen, im tiefen Schmerz um das geliebte Kind, den geliebten Partner, die Freundin, den Kollegen, Trost zu spenden."

Innenminister Lewentz zeigte sich immer noch erschüttert: "Auch Tage nach der erschütternden Tat lässt mich der Tod der beiden jungen Polizeiangehörigen tief traurig und fassungslos zurück. Auch deshalb ist es für mich selbstverständlich, den Angehörigen und den Polizeikolleginnen und -kollegen heute bei ihrer Trauer beizustehen."

Das gemeinsame Gedenken verdeutliche, dass ein Angriff auf die Polizei als Angriff auf die gesamte Gesellschaft empfunden werde.

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Schweigeminute in Rheinland-Pfalz und dem Saarland

Um 10 Uhr gab es eine landesweite Schweigeminute. Alle Polizistinnen und Polizisten in Rheinland-Pfalz waren aufgerufen, in Gedenken an die ermordeten Kollegen innezuhalten. Der Präsident des Polizeipräsidiums Westpfalz in Kaiserslautern, Michael Denne, sagte, alle Kollegen im Land hielten in diesen Minuten inne. Streifenpolizisten seien aus ihren Wagen gestiegen, um den getöteten Kollegen zu gedenken. So wie in Kaiserslautern. Dort gab es neben einer Schweigeminute auch eine Kranzniederlegung vor dem Polizeipräsidium Westpfalz.

Auch die saarländische Landesregierung hatte zu einer Schweigeminute als Zeichen der Solidarität auf. Die getötete Polizistin und ihr Kollege stammten aus dem Saarland. Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) sagte: "Dass zwei junge Menschen im Polizeidienst so sinnlos mitten aus dem Leben gerissen wurden, hat im ganzen Land großes Entsetzen und eine Welle der Betroffenheit ausgelöst."

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Die amerikanische Militärpolizei hat sich nach Angaben der US-Airbase Ramstein ebenfalls an der Schweigeminute beteiligt.

Öffentliche Trauerfeier in RLP für getötete Polizisten geplant

Bereits am Donnerstagabend gab es in der protestantischen Stadtkirche in Kusel einen ökumenischen Gottesdienst für die getötete Polizistin und ihren Kollegen. Zudem hat die rheinland-pfälzische Landesregierung einen öffentlichen Trauerakt angekündigt. Ein Zeitpunkt steht aber noch nicht fest.

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Zwei Tatverdächtige aus dem Saarland festgenommen

Seit Dienstag sind zwei Tatverdächtige wegen Verdachts auf gemeinschaftlichen Mord und Wilderei in Untersuchungshaft. Die 32 und 38 Jahre alten Saarländer sollen am frühen Montagmorgen bei einer Verkehrskontrolle auf einer Kreisstraße bei Ulmet im Kreis Kusel eine 24 Jahre alte Polizeianwärterin und ihren 29-jährigen Kollegen erschossen haben. Die Ermittler vermuten, dass die Männer Jagdwilderei vertuschen wollten. Der Kofferraum ihres Kastenwagens war demnach voller toter Tiere.

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SWR