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Nach einem tragischen Unfall in Pirmasens mit einem Toten und mehreren Verletzten, hat die Polizei jetzt anhand von Zeugenaussagen den Unfallhergang rekonstruiert. Der Unfallfahrer konnte bisher nicht vernommen werden.

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Nach Angaben der Polizei hatten der Unfallverursacher und die späteren Opfer den Abend in derselben Kneipe in Pirmasens verbracht. Gekannt haben sie sich nach dem aktuellen Stand der Ermittlungen nicht. Stark alkoholisiert sei der 51-Jährige nach dem Verlassen der Kneipe in sein Auto gestiegen, habe beim Wegfahren ein anderes Auto gerammt und sei dann einfach weitergefahren. Ein Taxifahrer, der alles beobachtet hatte, sei ihm gefolgt und habe ihn auf den Unfall aufmerksam gemacht.

Tragödie nimmt ihren Lauf

Daraufhin habe der Mann laut den polizeilichen Ermittlungen zur Unfallstelle zurückkehren wollen. Der 51-jährige habe in der Einbahnstraße gewendet und sei entgegen der Fahrtrichtung mit überhöhter Geschwindigkeit zurück zur Kneipe gefahren. Dort raste er dann in eine Menschengruppe, die vor der Kneipe stand. Der Unfall ereignete sich in der Nacht zu Sonntag kurz nach Mitternacht. Der Unglücksfahrer hatte nach ersten Erkenntnissen knapp zwei Promille Alkohol im Blut.

Ein Toter, sechs Verletzte bei Unfall in Pirmasens

Bei der Fahrt in die wartende Menschengruppe erlitt ein 39-Jähriger tödliche Verletzungen, sechs Menschen im Alter zwischen 30 und 47 Jahren wurden der Polizei zufolge zum Teil schwer verletzt. Ein Opfer hat nach Angaben der Staatsanwaltschaft ein Bein verloren. Sowohl der Unfallfahrer wie auch die Opfer stehen laut Polizei noch unter Schock und konnten bislang nicht vernommen werden. Die Staatsanwaltschaft Zweibrücken stuft die Tat derzeit als fahrlässige Tötung in Tateinheit mit Gefährdung des Straßenverkehrs ein. Ein Haftgrund liege nicht vor.

Unfallstelle in Pirmasens mit Blumen (Foto: SWR)
An der Unfallstelle haben Passanten Blumen niedergelegt.

Der betrunkene Fahrer wurde für eine Untersuchung in eine Klinik gebracht. Nach Angaben eines Polizeisprechers soll unter anderem auch der psychische Zustand des Fahrers ermittelt werden.

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