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Die Tiger Sharuk und Bela sind wohlbehalten in Südafrika angekommen. Sie waren in der Tierauffangstation in Maßweiler nie so richtig heimisch geworden - jetzt leben sie in einem Paradies für Raubkatzen.

Wie die Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" mitteilte, müssen sie noch einige Zeit in einem Eingewöhnungsgehege im Großkatzenpark "Lionsrock" bleiben. Danach werden sie in das rund 10.000 Quadratmeter große Areal des Parks entlassen. Der Park liegt etwa vier Autostunden von Johannisburg entfernt. "Bela und Sharuk haben die Reise gut überstanden", sagte der Diplom-Biologe Florian Eiserloh. "Sie haben jetzt ein schönes, langes Leben in artgemäßer Haltung vor sich."

In dem Großkatzenpark leben schon jetzt etwa 100 verschiedene Wildkatzen. Der Park wird von der gleichen Tierschutzorganisation betrieben, die die beiden Tiger aufgenommen und nach Maßweiler gebracht hat. Deshalb sind die Tiere auch nach Südafrika gekommen und nicht nach Asien, wo sie eigentlich heimisch wären.

Von Maßweiler nach Südafrika - in kleinen Schritten

Doch bis dahin war es ein weiter und schwieriger Weg. In Maßweiler wurden die beiden Tiger am Dienstagvormittag zuerst betäubt und dann eingehend untersucht. Unter anderem wurden auch medizinische Daten ausgelesen, die auf einem implantierten Chip gespeichert wurden.

Tiger Massweiler (Foto: SWR)
Tigerdame Bela wurde in Maßweiler in Narkose versetzt.

Am Nachmittag wurden die Tiger dann in Transportboxen nach Frankfurt gebracht. Dort wurden sie ein letztes Mal untersucht, bevor es am Abend in den Flieger nach Johannesburg ging. Zu guter Letzt waren es dann noch vier Stunden mit dem Auto in den Großkatzenpark.

Tiger in Maßweiler immer misstrauisch geblieben

In der Tierauffangstation in Maßweiler lebten bisher fünf Tiger. Sharuk und Bela sind zwei Geschwister, die nach Angaben der Mitarbeiter den Menschen gegenüber immer misstrauisch geblieben sind. Andere Tiger hätten sich eher an die Menschen gewöhnt, wie zum Beispiel die Tigerdame Cara, die vor rund zwei Wochen einen neuen Goldzahn bekommen hat.

Sharuk und Bela waren nach Angaben der Mitarbeiter ziemlich aggressiv, als sie in Maßweiler angekommen waren. Das habe sich zwar gebessert, aber die Mitarbeiter der Tierauffangstation sind sich einig, dass die zwei Tiger besser in einem großen Gehege unter anderen Wildkatzen aufgehoben sind. Wie viel der Umzug der Tiere gekostet hat, sagte die Auffangstation nicht. Sie erklärte aber, dass alle Kosten über Spenden finanziert wurden.

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