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Am 9.6. endet die große SWR-Mitmach-Aktion #besserRadfahren. Mehr als 10.000 Gefahrenstellen haben Radfahrer gemeldet. Apropos gefährliche Stellen: von denen gibt es auch einige in Kaiserslautern.

Die Ergebnisse von Deutschlands umfassendster Erhebung zum Sicherheitsgefühl im Radverkehr werden beim SWR Thementag rund ums Rad am 9.6. präsentiert. Am gleichen Tag startet auch das traditionelle Lautrer "Stadtradeln". Die Aktion findet zum 13. Mal statt und ist der Stadtverwaltung Kaiserslautern heilig. Drei Wochen lang sollen die Lautrer ihr Auto stehen lassen und dafür das Rad nehmen.

Radfahren in Kaiserslautern gefährlich?

91.000 Kilometer haben die Lautrer im vergangenen Jahr zurückgelegt. Im Jahr davor waren es sogar 150.000 Kilometer. Doch vielleicht könnte die Zahl noch höher sein – wenn die Radwege in der Stadt besser wären.

Radwege, die einfach enden, gefährliche Engstellen oder riesige Schlaglöcher. Beschwerden über die Situation der Radwege in der Stadt gibt es genug, weiß auch Bernd Köppe vom Fahrradklub ADFC Kreisverband Kaiserslautern.

SWR (Foto: SWR)
Bernd Köppe vom ADFC Kreisverband Kaiserslautern fährt Rad.

Er organisiert regelmäßig Fahrrad-Touren durch die Stadt und Region, er kennt die Radwege hier wie seine Westentasche - und weiß: "Viele Radwege in der Stadt enden abrupt. Das ist vor allem für ortsfremde Radfahrende ein Problem."

SWR (Foto: SWR)
Ein holpriger Radweg in Kaiserslautern: an der Pariser Straße.

"Rüttelstrecke" an der Pariser Straße

Eine Strecke, die Bernd Köppe besonders bemängelt, liegt an der Pariser Straße in Kaiserslautern. Dieser Weg darf sowohl von Radfahrern als auch von Fußgängern genutzt werden. Das ist aber nicht das Problem, sagt Köppe. "Das ist eine Rüttelstrecke. Durch Wurzelverwerfungen ist dieser Bereich sehr anspruchsvoll zu fahren, vor allem wenn man als Pendler flott unterwegs ist."

Hoffnung auf bessere Rad-Wege in Kaiserslautern

Für Bernd Köppe ist klar, die Stadt muss dringend ihre Rad-Wege verbessern. „Mein Appel an die Stadt ist: Sie muss das mit den Radwegen intensiver angehen.“ Große Hoffnung setzt er daher in die Fahrrad-Beauftragte der Stadt, Julia Bingeser, die seit vergangenem Sommer im Amt ist. Und tatsächlich gibt es bereits Stellen, die Köppe positiv hervorhebt und von denen er sich in Kaiserslautern mehr wünscht.

Deshalb würden wohl noch mehr Lautrer bei der Aktion "Stadtradeln" mitmachen, wenn die Rad-Wege besser wären. Doch Bernd Köppe und sein ADFC weisen Stadt und Kreis immer wieder auf Problem-Stellen für Radfahrer hin. Das werden sie vor allem jetzt beim "Stadtradeln" tun.

Mit Handy-App Problem-Stellen melden

Mit der kostenlosen Smartphone-App RADar kann übrigens jeder melden, wo es in der Stadt – oder auch in jeder anderen Kommunen – Schäden oder gefährliche Stellen gibt. Die Kommune reagiert dann sogar darauf und erklärt, ob sie die Probleme beheben wird – oder warum sie das nicht tun kann.

Auch die Stadt Kaiserslautern engagiert sich für diese App und hat bereits mehreren Nutzerinnen und Nutzern geantwortet. Die Verwaltung wünscht sich, dass beim "Stadtradeln" nicht nur Kilometer gezählt werden, sondern auch die Schlaglöcher.

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