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Nach dem Gutachten zum Kerosinablass von Flugzeugen wird in der betroffenen Westpfalz Kritik laut. Vor allem eine Tatsache bringt die Menschen auf die Barrikaden.

Eine Sprecherin der Initiative "Pro Pfälzerwald" aus Pirmasens kritisiert, dass die Untersuchungen für die Kerosinstudie mit einem veralteten Messverfahren durchgeführt worden seien. Es sei gar nicht möglich gewesen, alle potenziellen Gefahrstoffe im Kerosin zu erfassen. Daher sei es nicht nachzuvollziehen, wieso der Flugzeugtreibstoff als ungefährlich eingestuft wird.

Am Mittwoch hatte das Umweltbundesamt einen Bericht veröffentlicht, wonach Kerosin für Mensch und Tier "unkritisch" sei. In dem Bericht wurden bekannte Daten von Kerosinablässen - unter anderem über dem Pfälzerwald - neu ausgewertet.

"Reale Messergebnisse" zu Kerosin gefordert

Kritik an dem neuen Gutachten kommt auch von Kommunalpolitikern. Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Landstuhl, Peter Degenhardt (CDU), beispielweise sagte, er bleibe besorgt, solange es keine Erkenntnisse aufgrund realer Messergebnisse gebe. Er befürchte weiter negative Auswirkungen für Mensch und Umwelt.

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