Zahlreiche Menschen steigen in ein Flugzeug auf der Air Base Ramstein.  (Foto: Pressestelle, Air Base Ramstein/Edgar Grimaldo/86th Airlift Wing/Public Affairs)

Wegen Corona-Fällen

Letzter Flug für Afghanen auf Air Base Ramstein verschiebt sich

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Der letzte Flug mit evakuierten Menschen aus Afghanistan von der Air Base Ramstein nach Amerika verschiebt sich. Geplant waren die letzten Evakuierungsflüge eigentlich für das vergangene Wochenende.

Fünf Evakuierte waren nach Angaben der Base kurz vor ihrem geplanten Abflug positiv auf Corona getestet worden. Sie seien jetzt gemeinsam mit ihren Familien vorübergehend in einer US-Kaserne in Kaiserslautern isoliert untergebracht. Es werde noch mehrere Tage dauern, bis sie sicher in die USA gebracht werden können, hieß es von der Air Base Ramstein. Bislang sind mehr als 33.900 Afghanen und Afghaninnen von der Air Base Ramstein in die Vereinigten Staaten oder an einen anderen sicheren Ort abgereist.

Evakuierungsflüge wegen Masern unterbrochen

Zuletzt mussten die Flüge sogar mehrere Wochen unterbrochen werden, weil es vereinzelte Masern-Fälle unter den Geflüchteten gegeben hatte. Die US-Gesundheitsbehörde verhängte daraufhin einen Flugstopp für die Maschinen von Ramstein in die USA. Die mehreren tausend Afghanen, die zu diesem Zeitpunkt noch auf der Air Base und dem Gelände der Rhine Ordnance Barracks in Kaiserslautern auf die Ausreise warteten, wurden zunächst gegen das Masern- und anschließend auch gegen das Corona-Virus geimpft.

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Die Air Base war am 20. August zum europäischen Drehkreuz der Rettungsflüge aus dem afghanischen Kabul geworden, nachdem die Taliban den Staat übernommen hatten. Ob Ramstein weiterhin ein wichtiger Umschlagplatz für die Evakuierung bleibt, ist noch unklar. Das Land Rheinland-Pfalz hat (Stand: Ende September) etwa 550 Menschen aufgenommen, die aus Afghanistan geflüchtet waren.

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