Landgericht Tübingen (Foto: SWR)

Prozess vertagt

Frau aus Kaiserslautern soll Kinder gequält haben

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Der Prozess am Landgericht Tübingen wegen vielfacher Kindesmisshandlung gegen eine 59 Jahre alte Frau aus Kaiserslautern ist nach Beginn unterbrochen worden. Die Staatsanwaltschaft wirft der Frau vor, ihre Adoptivkinder misshandelt zu haben.

Wie das Gericht mitteilt, will die Richterin erst mit dem Oberstaatsanwalt und dem Verteidiger klären, ob die Vorfälle verjährt sind. Zwischen 1990 und 2004 soll die heute 59-jährige Angeklagte ihre vier Adoptivkinder in 14 Fällen gequält und misshandelt haben. Unter anderem soll sie eine Tochter ab dem Alter von sieben Monaten mehrfach heftig geschlagen und gezüchtigt haben. Außerdem soll die Frau ihre Tochter noch im Alter von 17 Jahren eine Treppe hinuntergestoßen haben.

Nasenbeinbruch und Essen bis zum Erbrechen

Eine weitere Tochter soll die Angeklagte so geschlagen haben, dass sie einmal einen Nasenbeinbruch erlitt und bewusstlos wurde. Auch diese Tochter soll die Frau eine Treppe hinabgestoßen haben. Zudem soll sie das Mädchen gezwungen haben, bei Kälte in der Garage zu übernachten oder bis zum Erbrechen Süßigkeiten zu essen.

Mit Pfannen und Kochlöffel verprügelt

Bei einem Sohn sollen die wiederholten körperlichen Misshandlungen laut Anklage zu einer schweren Persönlichkeitsstörung geführt haben. Einen weiteren Adoptivsohn soll die Frau mit Kochlöffel und Pfannen verprügelt und ihn zweimal die Kellertreppe hinuntergestoßen haben. Außerdem soll sie ihn gezwungen haben, Zigaretten zu essen.

Der damalige Ehemann der Angeklagten soll an drei Taten beteiligt gewesen sein. Das Tübinger Landgericht hat sechs Verhandlungstage geplant.

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