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Die Stadt Pirmasens hat auf die hohen Corona-Inzidenzwerte der vergangenen Tage reagiert. Seit Montag gelten verschärfte Maßnahmen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen.

Kontakte müssen wieder eingeschränkt werden

Die neue Corona-Allgemeinverfügung gilt laut Stadtverwaltung seit 15. März um 0 Uhr. Dann ist es nur noch erlaubt, dass sich Angehörige eines Haushaltes mit einer weiteren Person im öffentlichen Raum treffen. Kinder unter sechs Jahren würden allerdings nicht mitgerechnet. Der Einzelhandel werde weiter für Kunden geöffnet bleiben. Je nach Raumgröße werde allerdings die höchst zulässige Kundenzahl verschärft.

Bartrasur und Wimpernzupfen werden in Pirmasens verboten

Kosmetik-, Nagel-, Tattoo- und Piercingstudios dürfen weiterhin öffnen. Verboten seien allerdings Dienstleistungen, bei denen das Tragen einer Maske nicht möglich ist. Dazu gehören unter anderem die Bartrasur oder das Zupfen von Wimpern. Einschränkungen gebe es auch im Amateur- und Freizeitsport. Dort sei das Training auf maximal fünf Erwachsene oder zehn Kinder beschränkt.

Museen und Galerien müssen wieder schließen

Wie die Stadtverwaltung weiter mitteilt, müssen Museen, Ausstellungen, Galerien, Gedenkstätten und ähnliche Einrichtungen wieder schließen. Auch Proben und Auftritte der Breiten- und Laienkultur seien untersagt worden. Zudem gilt in der Zeit zwischen 21 und 6 Uhr ein Verkaufsverbot für Alkohol in Supermärkten, Kiosken oder Tankstellen.

Kein Präsenzunterricht ab Mittwoch in Pirmasens für ältere Schüler

Ab Mittwoch gibt es für Schülerinnen und Schüler ab Klasse 7 in Pirmasens keinen Präsenzunterricht mehr. Wie die Stadt mitteilt, gilt die Regel bis zum Beginn der Osterferien. Jüngere Kinder sollen weiter in die Schule gehen - je nach Möglichkeit im Klassenverband oder in geteilten Gruppen im Wechselunterricht. Gerade in den ersten Schuljahren sei ein Präsenzunterricht für Lernfortschritt, soziale Kompetenz und persönliche Entwicklung extrem wichtig, sagte Oberbürgermeister Markus Zwick (CDU). Dies treffe insbesondere auf Kinder zu, die zu Hause keine helfenden und erklärenden Eltern hätten.

Schließungen im Einzelhandel unverhältnismäßig

"Die angeordneten Schutzmaßnahmen sind geeignet und verhältnismäßig, um auf das örtliche Infektionsgeschehen zu reagieren", kommentierte der Pirmasenser Oberbürgermeister Markus Zwick (CDU). Die neue Allgemeinverfügung weiche allerdings in einige Punkten von den Vorstellungen des Landes ab. Eine Schließung des Einzelhandels sei aufgrund der besonderen Situation in Pirmasens unverhältnismäßig und rechtswidrig.

Zahlreiche Kindergärten in Pirmasens betroffen

Der starke Anstieg der Inzidenz ist nach Angaben der Stadtverwaltung maßgeblich auf Corona-Ausbrüche in mehreren Kindergärten zurückzuführen. Von den Neu-Infektionen der vergangenen sieben Tagen, würden knapp 44 Prozent aus den betroffenen Kindertagesstätten stammen. Da Einzelhändler und Betriebe wie Nagel- oder Tattoostudios erst seit dem 8. März wieder geöffnet hätten, sei es zeitlich nahezu auszuschließen, dass die ab 10. März gestiegenen Fälle diesen zugerechnet werden könnten.

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