Der Schatten einer Windenergieanlage fällt auf ein Feld. (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Patrick Pleul)

Firma will Standort untersuchen

140 Meter hohe Anlage: Lohnt sich Windkraft bei Otterberg im Pfälzerwald?

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Ist der Aspenkopf zwischen Otterberg und Mehlbach geeignet für Windkraft? Diese Frage will die Firma GAIA aus der Pfalz beantworten. Mit einer 140 Meter hohen Messanlage.

Das Unternehmen aus dem pfälzischen Lambsheim hat angekündigt, den Bauantrag für die Windmessanlage in den kommenden Monaten einzureichen. Die 140 Meter hohe Anlage soll auf dem Aspenkopf zwischen Otterberg und Mehlbach (Landkreis Kaiserslautern) errichtet werden, wie ein Sprecher von GAIA mitteilt. Ein Jahr lang soll dann gemessen werden, aus welcher Richtung der Wind auf dem fast 400 Meter hohen Berg weht und wie stark.

Werden Otterberg und Mehlbach Standorte für Windkraft?

Auf Flächen wie dem Aspenkopf ist es nach Angaben des Unternehmens üblich, solche Messanlagen zu installieren, wenn dort bislang noch kein Windrad gebaut wurde. Dadurch könne die Firma detailliertere Informationen über den Standort sammeln. Der Messturm selbst könne innerhalb weniger Wochen aufgestellt werden. Die Komponenten würden einzeln angeliefert und erst auf dem Aspenkopf zusammengebaut.

Heuballen bei Otterberg. (Foto: SWR)
Die Bürgerinitiative "Pro Otterberger Wald" befürchtet, dass die Aussicht bei Otterberg bald von Windrädern verschandelt werden könnte.

Bürgerinitiative wehrt sich gegen Windrad-Pläne

GAIA plant bereits seit 2018 zwischen Otterberg und Mehlbach Windkraftanlagen aufzustellen. Derzeit sehen die Planungen bis zu sieben Windräder im Otterberger Wald und im Pfalzwald vor. Die Bürgerinitiative "Pro Otterberger Wald" kritisiert die Pläne. Sie steht auch der Messanlage kritisch gegenüber. Nach Angaben eines Sprechers der Initiative sei die Anlage ein Zeichen dafür, dass die Firma langfristig plant, noch mehr Windräder zu errichten.

Der Otterberger Mischwald sei als einer der wenigen in Rheinland-Pfalz gesund, so der Sprecher weiter. Deshalb dürfe er nicht für die Windkraftanlagen abgeholzt werden. Nach Angaben der Bürgerinitiative seien im Teilflächennutzungsplan alternative Flächen für Windkraft ausgewiesen. Würde die Firma GAIA diese nutzen, könne der Otterberger Mischwald unberührt bleiben. Die Initiative vermutet allerdings, dass die Firma GAIA die im Teilflächennutzungsplan alternativ ausgewiesenen Stellen nutzt, um zusätzliche Windräder zu bauen.

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